FSW-Geschäftsbericht 2022: Fonds Soziales Wien sichert Lebensqualität und gibt Perspektiven

Mehr als 2 Mrd. Euro Budget – über 142.600 Kund:innen – 30.000 gesicherte Arbeitsplätze

FSW-Geschäftsführung: Susanne Winkler, Anita Bauer und Michael Rosenberg
FSW

„Noch nie haben so viele Menschen wie im vergangenen Jahr Unterstützung und Betreuung des Fonds Soziales Wien und seiner 170 Partnerorganisationen erhalten. Mit Kriegsausbruch in der Ukraine sind zehntausende Ukrainer:innen nach Wien geflohen. Damit hat sich die Anzahl der Kund:innen um fast ein Drittel auf 142.600 Kund:innen erhöht“, erklärt Susanne Winkler, Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien (FSW) bei der Präsentation des Geschäftsberichts 2022.

Erstmalig wird der Geschäftsbericht durch die neue Geschäftsführung – bestehend aus Anita Bauer, Michael Rosenberg und Susanne Winkler – präsentiert. Seit März 2023 lenken sie in geteilter Führung die Geschäfte des FSW.

„Der Fonds Soziales Wien ist in den letzten 18 Jahren stark gewachsen. Das stellen die aktuellen Zahlen eindrucksvoll unter Beweis. Als Dreierteam an der Spitze der Unternehmensgruppe werden wir unserem hohen Qualitätsanspruch gerecht und können noch passgenauere Vorkehrungen für zukünftige Herausforderungen und Weiterentwicklungen treffen. Unsere Zielgruppen werden vielfältiger, die Bedarfe der Menschen komplexer und die Anforderungen höher. Unser Ziel ist es, auch in Zukunft die Angebote für die Wiener:innen anzubieten, die sie brauchen“, so Geschäftsführerin Anita Bauer.

Geschäftsführerin Susanne Winkler geht auf das breite Leistungsangebot des FSW ein: „Wir versuchen die vielfach zitierte hohe Wiener Lebensqualität für unsere Kund:innen spürbar zu machen. Weil die erwachsene Tochter weiß, dass ihre Mutter in den Tageszentren für Senior:innen einen erfüllenden und abwechslungsreichen Alltag erlebt. Weil ein junger Erwachsener mit Behinderung das Wohnen ohne Eltern ausprobieren möchte und wir dafür das passende Setting anbieten. Wichtig ist es, unseren Kund:innen wieder Perspektiven zu geben. Wie etwa einem Kunden, der aufgrund von langer Krankheit seinen Job und seine Wohnung verloren hat, aber wieder Zuversicht in den eigenen vier Wänden durch Housing-first und durch Unterstützung der Schuldenberatung gewonnen hat. Oder jenen Menschen, die vor dem Krieg flüchten mussten und hier in Wien ein neues und sicheres Zuhause gefunden haben.“

Rekordbudget für 142.600 Kund:innen

2022 betrugen die Aufwendungen des FSW 2,25 Mrd. Euro. „2,1 Mrd. Euro kommen in Form von Leistungsförderungen und -finanzierung direkt bei unseren Kund:innen an. Das sind 93,5 Prozent unseres Gesamtbudgets“, erklärt Geschäftsführer Michael Rosenberg.

Durch den Ukraine-Krieg und die Fluchtbewegung nach Österreich bzw. Wien, sind jetzt mehr als 1/3 der FSW-Kund:innen geflüchtete Menschen.

„Personen mit Pflege- und Betreuungsbedarf sind aber weiterhin unsere größte Kund:innengruppe, mit mehr als 56.000 Personen. Für sie wenden wir mehr als 1,39 Mrd. Euro auf“, so Rosenberg weiter. Die Kosten für die Flüchtlingshilfe beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 228 Mio. Euro, wobei der vorläufige Anteil des Bundes – aufgrund der Kostenteilung – bei rund 120 Mio. liegt.

Hohe Inflation lässt Kund:innen der FSW-Schuldenberatung steigen

Empfindlich höhere Kosten für die Lebenserhaltung bei Miete, Strom, Heizung und Krediten machten den Wiener:innen 2022 zu schaffen. Die FSW Schuldenberatung verzeichnete einen Anstieg von 12 % bei den Erstkontakten.

„Das letzte Jahr hat gezeigt, wie wichtig das Angebot der FSW Schuldenberatung ist: knapp 12.000 Personen haben Hilfe und Unterstützung durch unsere Finanzexpert:innen erhalten,“ betont Anita Bauer.

Schon beim Auftreten von ersten Zahlungsproblemen können sich Betroffene an die FSW Schuldenberatung wenden. Die Expert:innen bieten auch Beratung für nicht-überschuldete Personen mit niedrigem Einkommen oder Problemen bei der Haushaltsbudgetierung an. Sie unterstützen bei der Einnahmen- und Ausgabenanalyse, prüfen finanzielle Ansprüche und ermitteln Sparpotenziale.

Hoher Personalbedarf in der Pflege: Ausbildungsplätze erhöht – neue Wege durch Anwerbung philippinischer Pflegefachkräfte

Der Fachkräftemangel betrifft den Pflege- und Sozialbereich besonders stark. Bei der Ausbildungsoffensive im Rahmen von „Pflege Zukunft Wien“ haben sich Fonds Soziales Wien, Wiener Gesundheitsverbund und FH Campus Wien zusammengeschlossen, um die Anzahl der Ausbildungsplätze schrittweise erheblich aufzustocken: Im gehobenen Dienst werden bis 2025 810 neue Studienplätze vom FSW finanziert.

Im Bereich der Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz sind es rund zusätzliche 750 Ausbildungsplätze. Insgesamt werden 2026 über 4.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen.

Susanne Winkler verweist außerdem auf das im Juli 2023 unterzeichnete Memorandum of Understanding zur Anwerbung philippinischer Pflegefachkräfte. „Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung, damit wir mit der konkreten Anwerbung beginnen können.“

Darüber hinaus hat die Bildungsberatungsstelle für Pflege- und Betreuungsberufe im FSW Bildungszentrum mit Jahresbeginn 2022 ihre Arbeit aufgenommen. Sie bietet kostenlose Unterstützung – von der Auswahl der passenden Ausbildung bis hin zur Bewerbung. Die Mitarbeiter:innen beraten online, vor Ort und auf diversen Veranstaltungen.

Kund:innenservice: persönlich, telefonisch, per Video oder im Schwimmbad

„Hinter den 142.600 Kund:innen stehen 142.600 individuelle Lebensgeschichten und unterschiedlichste Bedarfe. Tägliche Erreichbarkeit, professionelle Auskünfte und rasche Klärung der Bedürfnisse zählen zum Herzstück unseres Kund:innenservices“, erklärt Winkler.

„Dabei gehen wir auch neue Wege, um näher bei den Wiener:innen zu sein. Ob in Einkaufszentren, Schwimmbädern oder bei Banken – mit der mobilen Beratung „Mitten in Wien“ wurde 2022 ein neues Service geschaffen und unsere Mitarbeiter:innen informieren und beraten im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen.“

Videotermine sind nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie aus dem Berufsalltag nicht mehr wegzudenken. Gespräche mit Kund:innen – etwa im Wohnungslosenbereich oder in der Behindertenhilfe – werden zum Teil auch per Video angeboten. „Ein weiteres Puzzlestein um niederschwellig unsere Kund:innen zu erreichen“, erklärt Winkler.

FSW: Fördert. Stärkt. Wirkt.

„Die vergangenen Krisenjahre haben gezeigt, dass sich die Wiener:innen auch in herausfordernden Zeiten auf das Angebot des Fonds Soziales Wien verlassen können. Dazu arbeiten wir mit mehr als 170 Partnerorganisationen zusammen und sichern damit insgesamt rund 28.500 Arbeitsplätze in der Stadt. Mit den Mitarbeiter:innen des FSW und seiner Töchter sorgen insgesamt 30.000 Menschen dafür, dass die Menschen in ihrer individuellen Situation gefördert und damit in einem selbstbestimmten Leben gestärkt werden. Unsere Kund:innenbefragungen zeigen, dass unsere Arbeit wirkt,“ schließen die Geschäftsführer:innen Bauer, Winkler und Rosenberg.

Über den Fonds Soziales Wien

Der Fonds Soziales Wien sorgt dafür, dass Menschen in Wien die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Das Angebot umfasst Leistungen der Pflege und Betreuung, Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Schuldenberatung sowie Grundversorgung für geflüchtete Menschen.

142.600 Kund:innen pro Jahr unterstützt der FSW gemeinsam mit seinen rund 170 Partnerorganisationen rasch und individuell. Der FSW ist außerdem für den Betrieb der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 in Wien verantwortlich.

Den gesamten Geschäftsbericht des Fonds Soziales Wien finden Sie online unter 2022.fsw.at

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