Gara: Fahrtendienste wären bessere Alternative zu Taxigutscheinen

Stefan Gara: „Statt populistischer Maßnahme sollten wir die Spezialisten nutzen!“

Symbolfoto Taxi
BilderBox.com

Die umstrittene Maßnahme des Wiener Bürgermeisters, allen über 65jährigen Taxigutscheine zu schenken, ist für NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara eine rein populistische Maßnahme:

Zuerst wird verkündet, die Gutscheine seien für Fahrten ins Grüne. Dann – als der Bürgermeister merkt, dass das total kontraproduktiv ist -, schwenkt er um und begründet die Taxigutscheine mit notwendigen Fahrten etwa zu Ärzten. Zentral wäre es jetzt vor allem, sich für solche Fahrten der professionellen Fahrtendienste zu bedienen. Sie könnten diese Aufgabe weitaus besser erledigen als herkömmliche Taxis!

Insbesondere bezüglich ihrer Ausbildungsqualität seien Fahrtendienstmitarbeiter_innen, die bis jetzt auch einfache Krankenbeförderungen gemacht haben, besonders geeignet und auch in den notwendigen Hygienemaßnahmen geschult, betont Gara.

Die privaten Fahrtendienste seien schon durch die Novelle des Krankentransporte-Gesetzes schwer benachteiligt worden: „Jetzt wird erneut auf sie vergessen, dabei sind die privaten Fahrtendienste hier wesentlich besser geeignet als herkömmliche Taxis. Stattdessen lässt man die Unternehmen im Regen stehen, mehr als 1.000 Mitarbeiter_innen sind bereits auf Kurzarbeit, statt ihre Kompetenz einsetzen zu können. Nutzen wir dieses Potential, um notwendige Fahrten für Senior_innen sicher durchzuführen!“

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3 Kommentare

  • Also dass die privaten Fahrtendienste sind dazu völlig ungeeignet, da Fahrten Tage im Voraus angemeldet werden müssen, das bringt es nicht, wenn ich ein Arztfahrt etc., weil ich sie „jetzt“ brauche und nicht erst vielleicht Tage später. ich weiß nicht, warum Taxifahrer eine besondere Ausbildungsqualität haben müssen. Wenn ich Einkaufen fahren muss, dann ist es egal ob Fahrtendienstmitarbeiter_innen, die bis jetzt auch einfache Krankenbeförderungen gemacht haben, besonders geeignet und auch in den notwendigen Hygienemaßnahmen geschult sein müssen. ich habe da eher den Gedanken, dass Herr Gara die teuren und unflexiblen Fahrtendienste forcieren möchte anstatt „normale“ Taxi Unternehmungen. Wer mit einem Fahrtendienst bis jetzt „unterwegs“ war, wird ihn wahrscheinlich auch weiterhin nutzen, denke ich mir.

    • Richtig denn welche Ausbildung haben Fahrtendienstpersonal tatsächlich und wer überprüft diese der FSW?, nur am Papier und dieses ist bekanntlich geduldig. Schulungen für Fahrer und Beifahrer müssten vom FSW bzw. Krankenkassen geschult und gebrieft werden.
      LG
      Erwin Kapl

  • Werter Herr Gara,
    haben Sie sich überlegt wie die Kapazität von den Fahrtendiensten in normalen Zeiten ist? Ich glaube eher nicht oder Sie wurden von den falschen Personen beraten. Beispiel 1: Krankenkassen Fahrten: Sie werden mindestens eine Stunde vor Termin an der Zieladresse abgeliefert und durchschnittlich eine Stunde danach vom Arzt abgeholt. Beispiel 2: Freizeitfahrtendienst könnte man in Einkaufsfahrtendienst umwandeln jedoch wenn man diese Fahrten ohne Fahrgäste durchführt würde die Logistik dieser stark überfordert sein. wenn man das für Alle Personen über 65 Jahren durchführen sollte.
    Mein bescheidener Vorschlag selbst als der Risikogruppe dazugehöriger, wenn Personen mit einer Freizeitfahrtendienst Berechtigung den Fahrtendienst vielleicht ganz einfach in einen Einkaufsdienst zweimal wöchentlich p.P. in der Corona Krise umändern würde, und hier nur eine kleine Gruppe an Supermärkten ansteuert Billa und Merkurmärkte sowie BIPA z.B.

    MfG
    Erwin Kapl
    Präsident
    ÖZIV Wien