Gehen uns die Arbeitskräfte aus?

Presse: "Allein beim AMS sind 110.000 offene Jobs gemeldet, obwohl über 400.000 Menschen arbeitslos sind. ... Der Arbeitsmarkt scheint die Pandemie verdaut zu haben. Für Gesprächsstoff sorgen aktuell die Jobs, die nicht besetzt werden können."

Rollstuhlfahrer bei der Arbeit im Büro
BilderBox.com

Ein kürzlich in der Presse erschienener Bericht thematisiert ein von Unternehmen häufig geschildertes Problem: Man finde keine Arbeitskräfte.

Dazu verfasste Karin Praniess-Kastner (Unternehmensberaterin aus Wien) folgenden lesenswerten Kommentar, der kürzlich als Leserbrief ebenfalls in der Presse erschien:

Karin Praniess-Kastner

Im Artikel, zu der seit Monaten bekannten Thematik des Fachkräftemangels werden einige Gründe angeführt und unter anderem auf die Notwendigkeit des  Umdenkens durch Unternehmen verwiesen.

Meines Erachtens erfordert es alleinig das Mitdenken aller Bevölkerungsgruppen mit deren Stärken und Leistungsvermögen. Menschen mit Behinderungen mit ihren Potentialen sind bisher von Unternehmen noch viel zu wenig beachtet.

Der im Artikel erwähnte Mangel an Motivation ist gerade für diese Gruppe von potentiellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht gegeben. Vielmehr trifft genau das Gegenteil zu.

Hiervon können viele Firmen berichten, die diese Erfahrungen gemacht haben. Zudem zeigen mehrere Untersuchungen, dass auch neben vielen anderen Vorteilen, Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen, die Motivation und Loyalität auch der übrigen Belegschaft deutlich höher ist.

Also, liebe Unternehmer: Wann, wenn nicht jetzt?

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2 Kommentare

  • Ja. Wenn der Mitarbeiter mit Behinderung mal nicht auf Reha/Kur oder krank ist oder Urlaub hat, könnte die Firma vielleicht wirklich die Vorteile spüren.

    • Sind sie behinertenfeindlich?