Gelebte Inklusion im neuen Wien Museum

Das Haupthaus des Wien Museum am Karlsplatz wurde als erster österreichischer Museumsneubau nach dem Zweiten Weltkrieg am 23. April 1959 eröffnet. 2019 schloss das Haus für eine Generalsanierung und aufwändige Erweiterung.

Stadtmodell mit Tastobjekt Synagoge
Wien Museum / Lisa Rastl

Das neue Wien Museum wurde am 6. Dezember 2023 wiedereröffnet. Es ist nun viel inklusiver gestaltet und die Dauerausstellung ist kostenlos.

Die Bandbreite der ständigen Kunstsammlung und die historische Sammlung zur Geschichte Wiens reicht von der Jungsteinzeit bis zur Gegenwart. Die Anzahl der Objekte liegt bei über einer Million. Die Kunstsammlung umfasst unter anderem Werke von Gustav Klimt und Egon Schiele.

Neben dem Haupthaus am Karlsplatz und der Hermesvilla gibt es diverse Außenstellen als Spezialmuseen, Musikerwohnungen und Ausgrabungsstätten.

Das Wien Museum soll ein Ort für alle sein

Der Standort am Karlsplatz kommt gänzlich ohne Stufen aus und ist mittels tastbarem Bodenleitsystem erreichbar. Die Ausstellungen, das Vermittlungsprogramm und die Veranstaltungen sollen auch möglichst barrierefrei zugänglich sein, denn das Wien Museum soll ein Ort für alle sein.

Informationen darüber, wie barrierefrei der jeweilige Standort ist, finden sich in den dazugehörigen Standortinformationen.

Details zur baulichen Barrierefreiheit und Einfacher Sprache

Alle Aufzüge sind mit einer Audioausgabe ausgestattet und geben bei der Ankunft im jeweiligen Stockwerk einen Signalton von sich.

Die Mitnahme eines Assistenzhundes ist gestattet. Für sehbehinderte und blinde Museumsbesucher:innen stehen Tast-Stationen, Übersichtspläne, Wegweiser, Türschilder in Braille und in tastbarer Normalschrift bereit.

Für einen Einblick in die Vielfalt der Exponate gibt es einen digitalen Museumsführer mit Informationen zu über 100 Objekten in der Dauerausstellung. Man braucht dafür nur ein Handy und Kopfhörer. Diese kann man sich auch beim Informationsstand ausborgen.

Man kann hier unterschiedliche Sprachen wählen und es gibt einfache Sprache, Österreichische Gebärdensprache und genaue Beschreibungen der Ausstellungsstücke. Die Ausstellung ist auch mit tastbaren QR-Codes mit Nummern ausgestattet. Vermittlungsprogramme können ebenfalls in einfacher Sprache gebucht werden.

Tasche für reizempfindliche Menschen, Sitzgelegenheiten und WCs für alle

In der Tasche befinden sich zum Beispiel Lärmschutzkopfhörer, Stressball und Piktogramme. Für jene, die sie benötigen, gibt es Sitzgelegenheiten auf dem Vorplatz, in der Eingangshalle, in allen Ausstellungsbereichen und im Terrassengeschoss. Es können auch Sessel zum Aufklappen (ohne Rückenlehne) für die Dauerausstellung zum Mitnehmen ausgeborgt werden.

Im Untergeschoss befindet sich die barrierefreie Toilette für alle.

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt

Das Restaurant trude & töchter im Erdgeschoss ist barrierefrei über die Eingangshalle des Museums und über den Vorplatz, der auch über einen Gastgarten verfügt, erreichbar. Es gibt auf dem Terrassengeschoss auch ein Café mit Getränken und kleinen Speisen. Wer sich selbst Essen mitbringt, kann dieses am Vorplatz, in der Eingangshalle und im Terrassengeschoss essen.

Siehe auch: Barrierefreier Besuch im Wien Museum, Kalender

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