Gemeinsamer Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder auch von FPÖ unterstützt

Problematisch bleibt Inklusion Verhaltensauffälliger

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In der Frage zur inklusiven Bildung, welche die Abschaffung von Sonderschulen und deren Verschmelzung mit den Regelschulen vorsieht, äußerte sich heute FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz: „Die FPÖ sieht in dieser Frage nicht im gemeinsamen Unterricht von körperlich behinderten Kindern mit nicht behinderten Kindern ein Problem. Problematisch wird es vielmehr dort, wo sogenannte verhaltensauffällige Kinder, die beispielsweise aufgrund von Gewalttätigkeit effektiv ein Gefahrenpotenzial für die Klassengemeinschaft darstellen, in den Regelschulklassen unterrichtet werden sollen“, so Rosenkranz.

Hier gelte es, noch eine bessere Lösung zu finden, andernfalls sei somit eine weitere Verschlechterung der Schulleistungen aller Schüler vorprogrammiert.

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0 Kommentare

  • Ohne das Menschenrecht auf gemeinsamen Unterricht für alle Schüler/innen in Frage stellen zu wollen: Schwer verhaltensauffällige Kinder sind tatsächlich die Nagelprobe für die Umsetzung der inklusiven Schule! Auch eine große Mehrheit der Eltern ist von der Abkehr vom separierenden Sonderschulsystem erst zu überzeugen, sowohl diejenigen, deren Kinder sich gestört oder bedroht fühlen, als auch die Eltern der verhaltensauffälligen Kinder selbst. Doch finde ich es allemal besser, die Betroffenen mit all ihren Ängsten, Hoffnungen, sicher auch Vorurteilen und Unsicherheiten, ernstzunehmen um dann daraus das Bessere realistisch und tragfähig gemeinsam zu gestalten, als sich auf die bloße Wirkung eines menschenrechtlich-ideologischen Standpunkts zu verlassen.
    Es ist aber all jenen eine klare Abssage zu erteilen, die das Eingehen auf Betroffenen-Positionen nur als Vorwand für die Erhaltung des separierenden Sonderschulsystems missbrauchen.

  • Ehrlich gesagt kann ich die Diskussion und die darin auftauchenden Forderungen nicht ganz nachvollziehen.
    Ich denke die Grundsatzfrage kann und DARF nicht sein, ob Sonderschulen abgeschafft werden sollen, sondern was Sonderschulen anbieten sollen. Die Schule besteht ja nicht nur aus dem Unterricht, sondern auch aus der Zeit danach. Oder anders gesagt von ihr hängt stark ab in welchem Umfeld die Zeit danach verbracht wird. Ich bin vollblind und habe in einer „normalen Schule“ maturiert. Könnte ich nochmal wählen würde ich auf die BLISTA in Marburg gehen. Durch das Leben in Wohngemeinschaften hätte ich viele zwischenmenschliche Erfahrungen sammeln können, für welche vor lauter Lernen kaum Zeit blieb. Das gilt auch für LPF und Mobelität. Der Lehrplan einer normalen Schule läßt bei jemanden wie mir die ausreichende Berücksichtigung all dieser Bereiche kaum zu. Traurig, das wir in Österreich kein Angebot haben, dass auch nur annähernd mit der BLISTA mithalten kann.
    Lange Rede kurzer Sinn. Aus meiner Sicht darf die Frage nicht sein, ob Sonderschulen abgeschafft werden sollen, sondern was sie bieten müssen.

  • Ohne das Menschenrecht auf gemeinsamen Unterricht für alle Schüler/innen in Frage stellen zu wollen: Schwer verhaltensauffällige Kinder sind tatsächlich die Nagelprobe für die Umsetzung der inklusiven Schule! Auch eine große Mehrheit der Eltern ist von der Abkehr vom separierenden Sonderschulsystem erst zu überzeugen, sowohl diejenigen, deren Kinder sich gestört oder bedroht fühlen, als auch die Eltern der verhaltensauffälligen Kinder selbst. Doch finde ich es allemal besser, die Betroffenen mit all ihren Ängsten, Hoffnungen, sicher auch Vorurteilen und Unsicherheiten, ernstzunehmen um dann daraus das Bessere realistisch und tragfähig gemeinsam zu gestalten, als sich auf die bloße Wirkung eines menschenrechtlich-ideologischen Standpunkts zu verlassen.
    Es ist aber all jenen eine klare Abssage zu erteilen, die das Eingehen auf Betroffenen-Positionen nur als Vorwand für die Erhaltung des separierenden Sonderschulsystems missbrauchen.

  • .“ Problematisch wird es vielmehr dort, wo sogenannte verhaltensauffällige Kinder, die beispielsweise aufgrund von Gewalttätigkeit effektiv ein Gefahrenpotenzial für die Klassengemeinschaft darstellen, in den Regelschulklassen unterrichtet werden sollen“, so Rosenkranz.

    Hier sind wir leider mitten drin in einer „Asozialen“ Diskussion, es kommt nichts Gutes heraus dabei.

    Um die UN-Konvention umsetzen zu können, sollte man die Vorgaben der UN-Konvention beachten, und diese beinhalten nun einmal die Inklusion aller behinderten Kinder..

    Diskutieren – gerne, aber bitte, nicht in diesem Stil.

    Ich hatte mit Ing. Norbert Hofer einmal einen guten Mailaustausch, aber jetzt fühle ich mich fremd.

    Wenn du heute eine Lehrerin fragst, wieviele Kinder in ihrer Klasse verhaltensauffällig sind, dann werden es recht viele sein. Es kommt gerade bei Verhaltensauffälligkeit darauf an, wie die Klasse geführt wird. Soll es in der Beliebigkeit von Schulen stehen, Kinder, die „schlimm“ sind, auszugrenzen?

  • @Margarete Aulehla: Wenn wir Inklusion in Österreich umsetzen wollen, müssen wir uns mit den Argumenten aller Richtungen befassen. Wir müssen sie nicht teilen, aber wir sollten sie kennen und darüber mit jenen, die sie vertreten diskutieren.

  • @margarete: ich denke, da keine zensur herrscht und iklusion im unterricht thematisiert wird und die parteilinie einer rechts – populistischen partei zur diskussion – „in den raum“ gestellt wird.

  • Schlimm. Mir fehlen die geeigneten Worte. Warum wurde dieser Artikel hier veröffentlicht ?

  • Danke, setzen, nichtgenügend. Bis zum nächsten Mal ist die Behindertenrechtskonvention in leichter Sprache zehn mal abschreiben! Behinderte Kinder vom gemeinsamen Unterricht auszuschließen egal mit welchen „Auffälligkeiten“ war und ist immer verkehrt. Natürlich gibt es Bereiche, wo ein beträchtlicher Aufwand an Adaptierungen nötig ist. Die Umsetzung der UN-BRK darf nicht dahin verkommen, die Schwellen der „Integration“ etwas zu verschieben. Dies wird leider derzeit auf mehreren Ebenen versucht.
    Zur Wiederholung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Die Menschenrechte sind allgemeingültig, unteilbar und voneinander abhängig. Wird eines der Rechte missachtet, sind andere mit beeinträchtigt und die Gesamtheit ist verletzt. Die UN-Behindertenrechtskonvention war KEIN weiterer Evolutionsschritt zur Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte, sondern deren Auslegung und Präzisierung. Sie war nur nötig wegen der persistenten Menschenrechtsdelinquenz der Gesetzgeber, die Universalität und Unteilbarkeit zu respektieren. Behinderte Menschen sind nicht erst seit der UN-BRK „auch als Menschen“ anzusehen. Die Segregationsideologie ist nicht reformierbat, Selektion bleibt Selektion und Apartheit bleibt Apartheit.

  • Inklusion gibt es nur im Ganzen!