Gesundheitsministerium: Behindertenanwalt bei Vorbereitungen zur MNS-Pflicht eingebunden

Eine den Mund-Nasen-Bereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung braucht es unter anderem in Öffentlichen Verkehrsmitteln, im Kundenbereich von Geschäften, im Kundenbereich von Betriebsstätten, beim Betreten von öffentlichen Orten in geschlossenen Räumen wie etwa Bahnhofshallen, U-Bahnstationen und bei Fahrgemeinschaften von nicht im selben Haushalt lebenden Personen.

Rudolf Anschober
BKA / Hans Hofer

Vom verpflichtenden Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sind außer Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr auch all jene Personen befreit, denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen nicht zugemutet werden kann.

Darunter fallen insbesondere Menschen mit Behinderungen, denen zum Beispiel aufgrund von Atemschwierigkeiten, aufgrund einer schweren fortgeschrittenen Demenz oder schweren intellektuellen Einschränkungen das Tragen des Mund-Nasenschutzes nicht zugemutet werden kann.

Menschen mit Behinderungen pauschal von der MNS-Pflicht auszunehmen, ist allerdings nicht nötig, sondern würde im Gegenteil eine Diskriminierung bedeuten. Wichtig ist, keine für Menschen mit Behinderungen stigmatisierenden oder diskriminierenden Regelungen zu treffen.

Menschen mit Behinderungen sind durch die Coronakrise massiv betroffen. Wesentlich ist, sie in die Vorbereitung von Maßnahmen, die Menschen mit Behinderungen betreffen, einzubinden.

In Vorbereitung der Lockerungsverordnung wurde daher seitens des Sozial- und Gesundheitsministeriums mit dem Behindertenanwalt, dem Monitoringausschuss und VertreterInnen aus dem Behindertenbereich Gespräche geführt und ihre spezifische Expertise zum Thema eingeholt.

Auf Basis dieser Gespräche hat das Gesundheitsministerium in Abstimmung mit dem Innenministerium eine entsprechende Ausnahmeregelung in die Verordnung aufgenommen.

Selbstverständlich kann die Unzumutbarkeit des MNS-Tragens durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.

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2 Kommentare

  • @ Martin Mair : 100% Zustimmung!

  • Angesichts dessen dass mittlerweile auf eine infektiöse Person wohl über 5000 Menschen kommen, wird der MNS wohl immer mehr zur reinen Ideologie, zum neuen Geissler Hut sozusagen. Zum Teil laufen Menschen auf der freien Straße damit herum, obwohl dort so gut wie keine Ansteckungsgefahr besteht! Reiner Irrsinn ist das! Wegen der Angstmache durch Medien und Politik! (Siehe auch Le Bon „Psychologie der Masse“)

    Wo blieben überhaupt die Zahlen bzw. Untersuchungen, welche Maßnahme wie viel zur Vermeidung von Infektionen beiträgt?

    Wegen einem Virus das gerade 3 – 5 x tödlicher als Grippe sein dürfte (auch nach AGES Homepage, die das nur indirekt zugibt!) nehmen wir ganz schön viele sinnlose Zwangsmaßnahmen hin. Am meisten dürfte doch das Einstellen von Massenveranstaltungen sowie das Abstandhalten gebracht haben. Durch flüchtige Kontakte verbreitet sich das Virus doch nicht!

    2 Wochen lang gabs keine Maskenpflicht in den Geschäften. Offenbar war da die Ansteckung so gering, dass darüber nicht berichtet wird. Vom Personal dürfte fast niemand angesteckt worden sein …