Gleichstellung steirisch!

Der natürliche Aufenthaltsort behinderter Menschen ist das Krankenhaus.

Wappen Land Steiermark
Land Steiermark

Deswegen sollen, geht es nach den Vorstellungen des Landes Steiermark, 30 bis 40 Personen mit Lernschwierigkeiten und psychischen Beeinträchtigungen aus der Siegmund Freud Klinik in Graz in verschiedene andere Pflegeanstalten in der ganzen Steiermark verbracht werden. Diese Pflegeanstalten werden im übrigen fast ausnahmslos als Krankenanstalten geführt! Von einem Krankenhaus ins nächste sozusagen.

Ein etwas seltsamer Beitrag der steirischen Sozialverwaltung zum Europäischen Jahr behinderter Menschen 2003. Dessen Generalthema ja bekanntermassen die Gleichstellung behinderter Menschen ist und deren Durchsetzung in Europa als eindeutiges Ziel formuliert wird.

Seltsam deshalb, weil seit Jahrzehnten bekannt ist, dass Anstalten dazu dienen, behinderte Menschen aus der Gesellschaft auszuschliessen und nicht dafür bekannt sind, die gleichberechtige Teilhabe an der Gesellschaft zu fördern. Dafür wird das neue, angeblich innovative Gesetz für behinderte Personen derzeit im Landtag offenbar zu Tode verhandelt. (Das Gesetz wurde für den Herbst letzten Jahres versprochen).

Auch dieses Gesetz widerspricht übrigens in einigen Punkten der generellen politischen Linie für 2003, etwa bei der Hilfsmittelfinanzierung. Es gibt auch immer noch keine Bereitschaft neben dem Dachverband der Behindertenhilfe andere Interessenvertretungen behinderter Menschen in Verhandlungen und Begutachtungen einzubeziehen. Dafür werden behinderte Menschen weggesperrt!

So sieht moderne Politik für behinderte Menschen in der Steiermark aus: ein Rückfall ins Steinzeitalter!

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