Graz: Büro für Behindertenfragen

Die Forderung nach einem Büro für Behindertenfragen wurde im Juli 1997 in aller Stille in Graz umgesetzt.

Obwohl seit dem Jahr 1993 immer und immer wieder gefordert wurde, eine behinderte Person für die Leitung des Büros zu bestellen, hat der Bürgermeister und Sozialreferent anders entschieden. Ohne Ausschreibung und Auswahlverfahren wurde eine nichtbehinderte Frau zur „Behindertenbeauftragten der Stadt Graz“ ernannt.

Durch diese Vorgehensweise der Stadt Graz wurde behinderten Menschen einmal mehr gezeigt wo’s langgeht und welche Rolle sie spielen dürfen. Behinderte Menschen sind offensichtlich Menschen zweiter Klasse, die sich nicht selbst vertreten können. Die Behindertenbeauftragte soll im Rahmen ihrer Tätigkeit die Behindertenvereine der Stadt Graz koordinieren, Projekte beurteilen und die Barclona-Deklaration umsetzen.

Bei der Umsetzung der Barclona-Deklaration wird nicht etwa behindertengerechten öffentlichen Verkehrsmitteln oder berollbaren Veranstaltungsgebäuden Priorität eingeräumt. Nein, die Beamten des Magistrats Graz sollen über „Behinderte“ aufgeklärt werden. Es ist ärgerlich und enttäuschend – die Diskriminierung behinderter Menschen ist weiter auf der Überholspur.

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