Graz: Landeszeughaus erhielt nun endlich einen Lift

Eine langwierige Diskussion hat nun am 22. März 2013 einen positiven Abschluss erfahren.

Lift im Landzeughaus eröffnet / Hohensinner, Wicher
ÖVP

„Ab sofort kann das Grazer Zeughaus barrierefrei besucht werden, dank eines Liftes, für den endlich Platz und Mittel gefunden worden sind“, verkündet die Kleine Zeitung erfreut.

Dies stellt nun den Abschluss einer langwierigen Diskussion dar. Über die positive Wendung berichtete BIZEPS-INFO schon Anfang des Jahres.

„Im Zuge der Neugestaltung des gesamten Erdgeschossbereiches konnten auch haus-, klima- und sicherheitstechnische Verbesserungen umgesetzt werden. Besonders erfreulich ist der Einbau der seit Jahrzehnten gewünschten Liftanlage, die ab sofort auch den barrierefreien Besuch der Obergeschosse erleichtert“, ist einer Presseaussendung des Universalmuseums Joanneum zu entnehmen.

Der Lift wurde von Juni 2012 bis März 2013 gebaut und hat rund 650.000 Euro gekostet.

22 Jahre hat es gedauert

Das Landeszeughaus in Graz wurde in den Jahren 1642 bis 1647 errichtet und war einst das zentrale Waffendepot der Steiermark, erläutert Wikipedia.

„22 Jahre hat es gedauert bis das Grazer Zeughaus einen Lift bekommen hat“, informiert der ORF-Steiermark von der Neugestaltung des Eingangsbereichs sowie der nun gegebenen Barrierefreiheit und berichtet, dass es sechs Entwürfe gebraucht habe, um die Zugänglichkeit zu realisieren.

Barrierefreier Besuch nun möglich

„Durch die Neugestaltung entspricht das Landeszeughaus den Anforderungen eines zeitgemäßen Museumsbetriebs, der nun auch über eine seit Jahrzehnten geforderte Liftanlage verfügt, die den barrierefreien Besuch der ältesten historischen Waffenkammer erleichtert“, verweisen Joanneums-Intendant Peter Pakesch und Joanneums-Direktor Wolfgang Muchitsch auf die Auswirkungen des nun erfolgten Umbaus.

„Die Zugänglichkeit des Zeughauses ist nun endlich nach 22 Jahren im 21 Jahrhundert angekommen“, zeigt sich auch Kurt Hohensinner, Clubobmann der Grazer Volkspartei, gegenüber BIZEPS-INFO erfreut. Der ÖVP-Politiker hatte sich in den vergangenen Jahren mehrfach mit Nachdruck für den Umbau eingesetzt.

„Die ehemalige Landtagsabgeordnete Annemarie Wicher war bei der Eröffnung ebenfalls vor Ort, immerhin ist die eigentlich bedeutsamste Veränderung des von 1642 bis 1645 erbauten Hauses ja ihren unermüdlichen Interventionen zu verdanken. Erstmals führt nämlich ein Lift bis in den vierten Stock der einst wichtigsten Waffenkammer im südlichen Habsburgerreich und macht sie barrierefrei“, ist der Kleinen Zeitung zu entnehmen.

„Ich freue mich ganz besonders für die Menschen mit Behinderung, dass, spät aber doch, alle Hindernisse ausgeräumt werden konnten. Die Inbetriebnahme der Zeughaus-Liftanlage macht diesen Tag zu einem echten Freudentag!“, so Hohensinner – und Wicher, die just am Eröffnungstag auch ihren Geburtstag feiert, ergänzt: „Die Eröffnung des Liftes ist ein ganz besonderes Geschenk, über das nicht nur ich mich von Herzen freue!“.

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0 Kommentare

  • Barrierefreiheit ist kein ganz besonderes Geschenk, sondern ein Menschenrecht, das die Lebensqualität für ALLE Menschen, in diesem Fall für alle MuseumsbesucherInnen, deutlich verbessert. Es ist so ermüdend, wie sich das Barmherzigkeitsgetue sprachlich ausdauernd durchsetzt.