Grebien: Erwerbstätigkeit ist wichtig für selbstbestimmtes Leben

Erhöhte Budgetmittel und Bundesdienst-Inklusionspaket fördern Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Heike Grebien
Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

„Ob mit oder ohne Behinderung – arbeiten ist mehr, als eine Beschäftigung zu haben. Arbeit ist die Möglichkeit, einen Beitrag zu leisten, sie sorgt für Tagesstruktur und fördert den eigenen Selbstwert. Einen Job zu haben, heißt an der Gesellschaft teilzuhaben“, hebt Heike Grebien, Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderungen, die Bedeutung von Arbeit hervor.

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember betonen die Grünen die Bedeutung von Arbeit für Menschen mit Behinderungen. Allerdings sind diese in der Arbeitswelt mit besonderen Herausforderungen und erschwertem Zugang konfrontiert.

Dieser Umstand wurde von den Grünen sowohl beim Budget für 2022 als auch bei der Beschäftigung im Bundesdienst mit dem „Inklusionspaket“ berücksichtigt. Erhöhte Mittel und gezielte Maßnahmen sollen die Beschäftigung und die Arbeitssituation von Menschen mit Behinderungen im Allgemeinen und im öffentlichen Dienst im Speziellen fördern.

Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen in ihrer gesamten Lebensspanne einen guten Einstieg in den Arbeitsmarkt zu geben und bedarfsgerechte Unterstützung bereitzustellen.

Am Arbeitsmarkt sind Menschen mit Behinderungen jedoch mit verschiedenen Vorbehalten konfrontiert. Barrieren in den Köpfen und der Mangel an Informationen über Beschäftigung und Rechte von Menschen mit Behinderungen führen dazu, dass nur 22 Prozent der Unternehmen mit mehr als 25 Beschäftigten die gesetzlich vorgeschriebene Pflicht zur Anstellung von Menschen mit Behinderungen erfüllen.

Um die Beschäftigung zu erhöhen, hat Sozialminister Wolfgang Mückstein knapp 30 Millionen Euro mehr für Projektförderungen im Bereich der beruflichen Inklusion für Menschen mit Behinderungen budgetiert. Hierbei wird unter anderem das Betriebsservice sowie das Key Account Management ausgebaut. Dieses Angebot für Betriebe berät über Möglichkeiten und Nutzen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Zentrale Zielsetzung ist der langfristige und nachhaltige Aufbau von Partnerschaften und die Pflege bereits bestehender Kontakte.

Zudem werden Arbeitsassistenz, Jobcoaching sowie Pilotprojekte im Rahmen der beruflichen Qualifikation und Inklusion gefördert. Vor allem Jugendliche mit Behinderungen sind stark von der Covid-19 Krise betroffen. Um deren Chancen, am Weg in den Arbeitsmarkt zu verbessern, wird hier der Fokus auf den bedarfsgerechten Ausbau des Jugendcoachings sowie der Angebote des „Ausbildungsfit“ gelegt. Speziell für Frauen mit Behinderungen gibt es ein erhöhtes Budget für Individualförderung im Rahmen der „Inklusionsförderung Plus“.

Zur Erhöhung und Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Dienst hatte Vizekanzler Werner Kogler die Erarbeitung eines umfassenden „Inklusionspakets“ durch sein Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport in Auftrag gegeben, nun geht es nach einem entsprechenden Ministerratsbeschluss an die Umsetzung. Ziel des Inklusionspakets ist es, die Beschäftigung und die Arbeitssituation von Menschen mit Behinderungen im Bundesdienst zu verbessern und etwaige bestehende Vorurteile abzubauen.

Unter anderem wird dazu ein „Kompetenzzentrums Inklusion“ im BMKÖS als bundesweite Anlaufstelle für Inklusionsthemen im Bundesdienst und damit in Verbindung stehenden Materien (Verbindungsherstellung, Kontaktvermittlung, Beratungen, etc.) eingerichtet. In die Erstellung des Inklusionspakets waren Expert*innen und Stakeholder*innen eingebunden.

„Menschen mit Behinderungen sind eine sehr heterogene Gruppe. Daher sind auch viele verschiedene, bedarfsgerechte Maßnahmen nötig. Mit dem erhöhten Budget für 2022 und dem Inklusionspaket im Bundesdienst haben wir geeignete Mittel, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt sowie in der Gesellschaft zu verbessern“, hält Grebien fest.

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Ein Kommentar

  • „In die Erstellung des Inklusionspakets waren Expert*innen und Stakeholder*innen eingebunden.“

    Wer genau?
    Liste?
    Danke!