Grebien/Grüne: Pflegepaket bringt Gehaltserhöhung für Behindertenbetreuer:innen

Budget um 50 Millionen für Gehälter von Behindertenbegleitung und Heimhilfen aufgestockt

Heike Grebien
Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

„Dass Behindertenbetreuer:innen ohne Pflegeausbildung, unabhängig von dem Setting, in dem gearbeitet wird, entsprechend berücksichtigt und entlohnt werden, war uns Grünen bereits bei Vorlegung des großen Pflegepakets ein besonderes Anliegen. Denn in der Praxis ist aufgrund der unterschiedlichen Bedarfe einer Person eine Abtrennung zwischen Pflege und Betreuung oftmals nicht möglich, weswegen Behindertenbetreuer:innen ohne Pflegeausbildung oftmals unter Anleitung einer diplomierten Fachkraft sehr wohl Pflege machen. Dass dies nun bei der Entlohnung von Behindertenbegleiter:innen und Heimhilfen berücksichtigt wird, ist eine bedeutende Maßnahme der Pflegereform“, zeigt sich Heike Grebien, Sprecherin für Menschen mit Behinderungen, erfreut.

Das Pflegepaket wird am kommenden Donnerstag im Nationalrat beschlossen. Statt der bisher geplanten 520 Millionen Euro für Gehälter gibt es 570 Millionen Euro für die nächsten beiden Jahre.

Insgesamt umfasst die Pflegereform 20 Maßnahmen in einem Umfang von einer Milliarde Euro. Den Großteil der Reform nimmt die Gehaltserhöhung für die Beschäftigten in diesem Sektor ein. Im Angestelltenbereich sind ab dem Herbst zudem Verbesserungen bei der 24-Stunden-Betreuung geplant.

Für einen großen Teil des Pflegepersonals ist über die fünfte Urlaubswoche hinaus eine zusätzliche Entlastungswoche ab dem 43. Geburtstag unabhängig von der Dauer der Betriebszugehörigkeit vorgesehen.

In Pflegeheimen wird es generell zwei Stunden extra Zeitausgleich für Nachtdienst geben. Wer aus einem anderen Beruf kommend eine Ausbildung zu einem Pflegeberuf nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz macht, bekommt dann während einer durchs AMS geförderten Ausbildung ein Pflegestipendium von mindestens 1.400 Euro pro Monat.

„Die Pflegereform bringt wesentliche Verbesserungen, sowohl für die Betreuer:innen und Pfleger:innen als auch für Menschen mit Behinderungen. Darüber hinaus sind aber die Träger als Arbeitgeber:innen in der Verantwortung, attraktivere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Länder sind gefordert, bei der Ausbildung im Behindertenbereich aktiv zu werden. Als Sprecherin für Menschen mit Behinderungen bin ich erfreut, dass die Bundesregierung ihren Teil zu einer gerechten Bezahlung beitragen wird“, hält Grebien fest.

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