Grebien: Gute Lösung für Sonderschulen im Lockdown

Präsenzunterricht in Sonderschulen schulautonom möglich

Heike Grebien
Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Auf Initiative der Grünen wurde die aktuelle Verordnung des Bildungsministeriums zur Bewältigung der Covid-19-Folgen im Schulwesen abgeändert. Sonderschulen sind nicht zum Distance Learning verpflichtet und können schulautonom bei Bedarf Präsenzunterricht anbieten.

„Viele Kinder in Sonderschulen brauchen eine andere Unterstützungsform beim Lernen als Kinder ohne Behinderungen. Diese kann durch berufstätige Eltern nicht immer gewährleistet werden. Hier soll es deshalb die Möglichkeit geben, dass Kinder im Präsenzunterricht unterrichtet werden. Mit dieser Initiative konnten wir eine gute Lösung für die Sonderschulen, die Kinder und deren Eltern in der aktuellen Situation erreichen“, zeigt sich Heike Grebien, Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderungen, erfreut.

Distance Learning ist für manche Kinder aus Sonderschulen sehr viel schwerer. Einerseits weil die Kinder aufgrund der Lehrpläne weniger digitale Kompetenzen haben. Andererseits weil es ihre Kompetenzen in den aktuellen Technologien nicht zulassen. Dies zeigt auch eine Studie der Universität Würzburg zum ersten Lockdown auf.

Die nun gefundene Lösung sieht vor, dass die Schulleitung oder Schulbehörde einzelne Gruppen, Klassen oder auch alle Schülerinnen und Schüler einer Schule in den Präsenzunterricht holen kann. Kinder, denen es aufgrund von Covid nicht möglich ist, teilzunehmen, weil sie zu einer erhöhten Risikogruppe gehören, können weiterhin im Distance Learning bleiben. Die Möglichkeit nach den Bedarfen der Schülerinnen und Schülern der Sonderschulen zu entscheiden, stärkt auch die Schulautonomie.

„Die Inklusion aller Kinder in die Regelschule, in der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen können, muss das Ziel sein. Solange dies nicht erreicht ist, ist es wichtig, den Kindern mit Behinderungen in den Sonderschulen die bestmögliche Bildung und Unterstützung zukommen zu lassen“, sagt Grebien abschließend.

Siehe: ORF

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