Grebien: One-Stop-Shops für Menschen mit Behinderungen schaffen

Für volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sind einfache Anlaufstellen für Unterstützungsangebote essenziell

Heike Grebien
Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Bei der heutigen Nationalratssitzung wurde auf Initiative der Grünen ein Allparteien-Entschließungsantrag zur Schaffung entsprechender One-Stop-Shops eingebracht. (siehe auch)

„Wir setzen mit diesem Antrag einen wichtigen Schritt zur Vereinfachung der Zugänglichkeit von Leistungen. Unser Ziel sind möglichst einfache, wohnortnahe, niederschwellige und inklusiv ausgestaltete Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen. One-Stop-Shops erleichtern Menschen mit Behinderungen die selbstständige soziale Teilhabe“, freut sich Heike Grebien, Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderungen.

Transparente und effiziente Hilfen, Antragstellungen sowie Finanzierungen sind für eine erfolgreiche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen wichtig. Derzeit sind bei den Unterstützungsleistungen unterschiedliche Ämter und Institutionen des Bundes und der Länder involviert.

Die aktuelle komplizierte, unübersichtliche und manchmal auch fehlende Kooperation dieser verschiedenen Entscheidungsträger sowie die Unklarheit der Zuständigkeiten erschweren die Lage für Menschen mit Behinderungen zusätzlich.

Anlaufstellen oder „One-Stop-Shop“, die Anträge von Menschen mit Behinderungen gesammelt entgegennehmen und diese an die zuständigen Stellen weiterleiten, würden den Zugang zu den passenden Leistungen erheblich vereinfachen.

Der eingebrachte Entschließungsantrag verlangt daher Schritte zur Umsetzung von One-Stop-Shops für Menschen mit Behinderungen in vier Bereichen: Persönliche Assistenz, Hilfsmittel und Heilbehelfe, Beratung sowie Begleitung und Betreuung.

Zudem sollen Maßnahmen zur Schaffung eines One-Stop-Shops an der Schnittstelle Arbeitsmarktservice, Sozialministeriumservice, Länder sowie Sozialversicherung getroffen werden.

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3 Kommentare

  • Ich teile die Sorge von Thomas Stix (sh. Kommentar unten!). Schon jetzt weiß oft innerhalb eines Amtes die eine Hand nicht was die andere tut und mensch muss oftmals die selben Unterlagen vorlegen. Darüber hinaus hat mensch es sowieso nur mehr mit unpersonifizierten Verwaltungsangestellten oder (noch schlimmer) mit Hotlines zu tun. Nirgendwo wird mehr ein Name oder eine direkte Tel.Nr. genannt. Alles ist anonym.
    DAS sollte sich vor allem wieder ändern.

  • Ich hoffe, es werden nicht noch mehr Verwaltungsinstanzen dadurch geschaffen. Ich würde mir wünschen, dass die Peer-Beratungsstellen – die ja schon seit jeher diese Funktion erfüllt haben (nur wurde das nie gewürdigt) – aufgewertet und ausgebaut werden.

    • Ich ersuche immer ungenaue Namensnennung und notiere mir (in ein spezielles Heftchen, dass ich dann auch noch ins Handy übertrage) die Durchwahl sowie die Kernzeiten, wann der/die anwesend sein sollten.