Großbritannien: Fußball-Nationaltrainer Glenn Hoddle entlassen

Nachdem er meinte, daß behinderte Menschen die Sünden in einem früheren Leben büßen müßten, wurde er gefeuert.

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[Profil, 8.2.99] „Hoddle – Behinderte 0:1“
Der „Independent“ über den Rücktritt des Fußballtrainers Glenn Hoddle, der sich abfällig über behinderte Menschen geäußert hatte.

[Salzburger Nachrichten, 4.2.99] Die Football Association (FA) hatte im „Fall Hoddle“ keine andere Wahl. Vier Tage hatten sich die Verantwortlichen des englischen Fuß-ballverbandes Zeit genommen, bevor sie mit der Entlassung von Glenn Hoddle (41) am Dienstag in den Abendstunden den logischen Schritt unternahmen.

Der Teamchef hatte sich immer wieder in Situationen gebracht, die ihn auf Dauer untragbar machten. Die Äußerungen des an Reinkarnation glaubenden Hoddle in einem Interview mit der Tageszeitung „The Times“, daß Behinderte für Sünden in einem früheren Leben büßen müßten, waren nur der Höhepunkt einer Reihe von Peinlichkeiten seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit.

Spätestens seit Premierminister Tony Blair den Nationaltrainer kritisiert hatte und seit der Drohung eines Sponsors, seinen Vertrag mit der FA aufzulösen, war Hoddles Abgang klar. Die FA akzeptierte Hoddles Beteuerung, daß er diese Äußerung nicht mutwillig gemacht habe und mißverstanden worden sei. Doch auch das konnte ihn nicht mehr vor dem Rauswurf retten.

„Die letzten Tage waren schmerzhaft für alle Beteiligten, aber das ist nichts im Vergleich zur Beleidigung, die Behinderte in diesem Land hinnehmen mußten“, hieß es in der Pressemitteilung, mit der Hoddles Entlassung begründet wurde.

[Neue Vorarlberger Tageszeitung, 4.2.99] Der Rausschmiß des englischen Fußball-Nationaltrainers Glenn Hoddle war vorhersehbar.

Am Ende hatte die Football Association (FA) im „Fall Hoddle“ keine andere Wahl. Vier Tage hatten sich die Verantwortlichen des englischen Fußball-Verbands Zeit genommen, bevor sie mit der Entlassung von Glenn Hoddle (41) am Dienstag den logischen Schritt unternahmen. Der Teamchef hatte sich immer wieder in Situationen gebracht, die ihn auf Dauer untragbar machten.

Die Äußerungen des an Reinkarnation glaubenden Hoddle in einem Interview mit der Tageszeitung „The Times“, daß Behinderte für Sünden in einem früheren Leben büßen müßten, waren nur der Höhepunkt einer Reihe von Peinlichkeiten seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit.

Spätestens seit Premierminister Tony Blair den Nationaltrainer kritisiert hatte und seit der Drohung eines Sponsors, seinen Vertrag mit der FA über acht Millionen Pfund (11,61 Mio. Euro/159,8 Mill. S) aufzulösen, war Hoddles Abgang klar. Die FA akzeptierte Hoddles Beteuerung, daß er diese Äußerung nicht mutwillig gemacht habe und mißverstanden worden sei.

Doch auch das konnte ihn nicht mehr vor dem Rauswurf retten. „Die letzten Tage waren schmerzhaft für alle Beteiligten, aber das ist nichts im Vergleich zur Beleidigung, die Behinderte in diesem Land hinnehmen mußten“, hieß es in der Pressemitteilung, mit der Hoddles Entlassung „als einzige richtige Entscheidung für den englischen Fußball“ begründet wurde.

[Vorarlberger Nachrichten, 4.2.99] Am Ende hatte die Football Association (FA) im „Fall Hoddle“ keine andere Wahl. Die Äußerungen des an Reinkarnation glaubenden englischen Teamchefs Glen Hoddle (41), daß Behinderte für Sünden in einem früheren Leben büßen müssen, waren nur der Höhepunkt einer Reihe von Peinlichkeiten seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit.

[Die Welt, 2.2.99] Englands Nationaltrainer vor Entlassung

Durch eine gezielte Bemerkung hat der britische Premierminister Tony Blair das berufliche Schicksal von Englands Fußball-Nationaltrainer Glenn Hoddle (41) besiegelt: Wenn Zitate von Hoddle in der „Times“ richtig wiedergegeben seien, könne der Nationaltrainer nicht im Amt bleiben.

In dem Interview hatte Hoddle seine spiritistischen Überzeugungen erläutert: „Ihnen und mir sind physisch zwei Hände, zwei Beine und ein normales Hirn gegeben worden. Einige Leute sind nicht so zur Welt gekommen. Das hat einen guten Grund. Das Karma aus einem früheren Leben hat sich durchgesetzt.“ Er glaubt, jeder behinderte Mensch, der z.B. im Rollstuhl sitzt, büße mit seiner Behinderung für Sünden eines früheren Lebens.

Hoddle steht seit Jahren unter dem Einfluß der „Heilerin“ Eileen Drewery (57). Die Wirtin eines Pubs aus Mittelengland heilt für Trainer Hoddle verletzte Spieler durch Handauflegen. Sie unterstützte Hoddle, als er nach 19 Jahren seine Ehefrau und drei Kinder verlassen hatte. Er zog zu der Heilerin und lebt mit einer geschiedenen Stewardeß zusammen. Nun wird stündlich seine Entlassung erwartet.

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