Großbritannien: Kampf um Assistenzfinanzierung geht weiter

In Großbritannien geht der Kampf für selbstbestimmtes Leben weiter.

Flagge Großbritannien
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Nach der Abschaffung des Independent Living Funds (ILF) im Juni 2015 kämpfen Aktivistinnen und Aktivisten von Disabled People against cuts (DPAC) weiter für die Wiedereinführung des Topfes.

Aus diesem Topf wurden bislang Assistenzleistungen für Menschen mit hohem Assistenzbedarf finanziert. Rund 18.000 behinderte Menschen bezogen Leistungen aus dem 320 Millionen Pfund (rund 450 Millionen Euro) großen Budget.

Gemeinden kürzten Assistenzleistungen

Seit der Schließung sind ausschließlich die Gemeinden für die Finanzierung der Assistenzleistungen zuständig.

Obwohl die britische Regierung immer bestritten hatte, dass es sich bei der Abschaffung des Independent Living Funds um Kürzungen handelt, sieht die Realität anders aus: DPAC sind Gemeinden bekannt, in denen mehr als 90 Prozent der Bezieherinnen und Bezieher von Assistenzleistungen diese gekürzt bekamen. (siehe auch: Meldung von ENIL)

Bereits vor der Schließung des ILF im Juni 2015 hatten Aktivistinnen und Aktivisten aus Protest das Unterhaus gestürmt. Sie versuchten, während der Fragestunde des britischen Premierministers David Cameron, ins Unterhaus zu gelangen.

„Kürzungen dieses Ausmaßes berauben behinderte Menschen ihrer Selbstbestimmung, ihrer Würde und Gleichberechtigung“, teilte DPAC mit. Zudem stellten die Kürzungen eine Gefahr für Leib und Leben der Menschen dar. In Coventry war eine Frau während eines Hausbrandes gestorben, nachdem ihre Assistenzstunden gekürzt worden waren.

Um die Kampagne gegen die Schließung des ILF zu finanzieren, hat DPAC nun zu Spenden aufgerufen.

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