Große Um- und Mehrwege für Rollstuhlfahrer

Derzeit sind wieder die Passagen am Ring und deren Schließung in den Medien.

Großen Um- und Mehrwegen für Rollstuhlfahrer bei Operngasse
Pöschek, Andreas

Dabei verfolge ich schon lange die daraus resultierende Umgestaltung, die zum Teil barrierefrei erfolgt, zum Teil aber auch mit großen Umwegen und Mehrwegen für Rollstuhlfahrer endet. (Siehe Bild bzw. hier noch größer)

Ein ebenso schwerwiegendes Problem an der U-Bahnstation Oper, Karlsplatz, ist deren einziger barrierefreier Zugangspunkt (Glaslift), der am Ring neben dem Operngebäude liegt und nur von einer Seite per Schutzwegen bzw. geregelten Verkehrssignallichtanlagen erreichbar ist.

Rollstuhlfahrern entsteht hier ein Mehrweg vom Faktor 10

Die Straßenbahnhaltestellen, in denen auch jetzt vermehrt barrierefreie Niederflurstraßenbahnen (ULFs) verkehren liegen mit nur nur ca. 35 bis 50 Meter Entfernung zwar in Sichtweite, sind aber aufgrund der Anlage mit den Ampeln und Übergängen sowie der „Gestaltung der Gehsteigkanten“ (sonst könnte man auch den Radweg unerlaubter Weise benutzen, aber vom Lift kommt man nicht runter) so ausgeführt, dass Rollstuhlfahrer einen Mehrweg von rund 350 bis 400 Meter auf sich nehmen müssen.

Gehende Personen können den Weg fast direkt über die Passage bewältigen oder gehen „einfach so“ über die hohe Gehsteigkante und den Radweg und haben einen Weg von ca. 35 bis 50 Meter.

Bisher kein Erfolg

Ich wandte mich mit der Bitte um Behebung der Barriere bereits vor einigen Jahren an die zuständigen Magistratsabteilungen, verwendete auch das Formular für Meldung von Barrieren im Straßenraum und bekam jedesmal zur Antwort, dass eine Änderung der Schaltung der Ampeln sowie andere Gestaltung nicht möglich sei und dass dann „… jeder so gehen kann wie er mag …“.

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0 Kommentare

  • es kümmert den unfähigen regierungs mitglieder sehr wenig mit welchen problemen sich die behinderten in diesem falle die rollstuhlfahrer herum plagen müßen es sollten sich einmal einige der unfähigen regierungs und gemeide politiker in einen rollstuhl setzten damit sie wissen wie akkut die probleme sind

  • ich sag’s ja immer: wennst gehbehindert bist, musst ganz schön sportlich sein …

  • Auch ich kenne das Problem und würde mich über eine barrierefreie Lösung sehr freuen. Ein weiterer Dorn im Auge ist mir bei der Straßenbahnstation Landstraße der Linie O Richtung Raxstraße. Hier kann man nur mit Hilfe zweier Personen die hohe Gehsteigkante bewältigen, ansonsten hat man keine Chance hier in die Straßenbahn einzusteigen.

  • Als Rollstuhlfahrer in Wien kenne ich die im Artikel beschriebene Stelle sehr gut. Auch mich stört es sehr, daß die blau eingezeichnete Route (wegen der hohen Gehsteigkarte auf der Staatsopernseite) nicht zu befahren ist.

    Genau diese Stelle verwende ich z.B. auch um dem Wiener Reha-Handel zu zeigen, daß mit Ihren zum Verkauf angebotenen Elektrorollstühlen nicht einmal eine Ringrundfahrt ohne große Umwege zu schaffen ist!

    Meine Lösung – die ich fast immer verwende – vermeidet beide in der Graphik eingezeichneten Umwege: Von der Straßenbahnhaltestelle fahre ich auf die Nebenfahrbahn (Grüner Weg) und überquere die Straße Richtung Oper zwischen Radweg und dem „Blauen Weg“). Von der Fahrbahn (Auffahrt zur Oper) auf den Gehsteig komme ich wieder indem ich auf den letzten 10 Metern dem „Roten Weg“ folge.

    Viel Spaß beim Ausprobieren!

  • Auch mir ist diese Kreuzung bei der Oper seit Jahren ein „Dorn im Auge“. Fotos wurden gemacht, leider bis jetzt ohne Erfolg. Die Bezirksvorsteherin des Ersten Bezirkes sollte doch endlich die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, um die Innere Stadt barrierefrei zu gestalten – es gibt noch mehrere „Rollstuhlfallen“ in diesen Bezirk. Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteherin Ursula Stenzl, in Punkto Barrierefreiheit ist die Innere Stadt KEIN Ruhmesblatt.