Grossmann/Königsberger-Ludwig: Gleiche Rechte für chronisch kranke und behinderte Kinder

Die SPÖ-Abgeordneten Elisabeth Grossmann und Ulrike Königsberger-Ludwig sprechen sich gemeinsam dafür aus, die Rechte von Schülerinnen und Schülern, die chronische Krankheiten und/oder eine Behinderung haben, zu stärken.

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„Nicht das Kind muss schulgerecht sein, sondern die Schule kindgerecht!“, fordert SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann. Inklusion und Rahmenbedingungen, die nicht diskriminieren, müssen „eine Selbstverständlichkeit sein“, so Königsberger-Ludwig, SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung.

Erfreulich sei, dass das Bildungsministerium Haftungsfragen, die in Zusammenhang mit medizinischen Hilfestellungen wie Medikamentengabe durch LehrerInnen stehen, nun rasch klären wird.

Im Unterausschuss des Unterrichtsausschusses am 15. März 2017 wurden zwei Bürgerinitiativen zum Thema diskutiert. Zum einen ging es um die Rechte chronisch kranker Kinder, die manchmal von Schulen abgewiesen werden und deshalb lange Schulwege auf sich nehmen müssen. „Es ist selbstverständlich, dass auch chronisch kranke Kinder das Recht haben, eine wohnortnahe Schule zu besuchen und an allen Schulveranstaltungen, wie Ausflüge, Schullandwochen etc. teilzunehmen“, betont Grossmann.

Auch bei der Unterstützung durch LehrerInnen betreffend die Einnahme von Medikamenten gebe es laut Bürgerinitiative für die Kinder oft Probleme, weil LehrerInnen die Haftung fürchten. Hier will das Bildungsministerium nun Abhilfe schaffen und im nächsten Bildungsreformpaket klarstellen, dass die Übernahme medizinischer Leistungen freiwillig erfolgt und im Fall des Falles dann die Dienstgeberhaftung greifen würde, sagt Grossmann und hofft, „dass wir damit Bedenken der LehrerInnen ausräumen können“.

Damit einhergehen müsse eine Informations- und Bewusstseinsbildungsoffensive, denn es könne nicht sein, dass sich kranke und behinderte Kinder als „Problem- und Störfaktor“ empfinden, wie dies eine Umfrage ergeben habe.

Zum Thema Inklusion und Auflösung der Sonderschulen, zu dem es skeptische Stimmen seitens mancher Eltern gibt, betonte Königsberger-Ludwig, dass es der SPÖ um die gleichberechtigte Teilnahme aller Kinder im Bildungssystem gehe und dafür die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Damit werde auch die UN-Behindertenkonvention umgesetzt.

Die SPÖ-Abgeordnete wandte sich auch dagegen, bei der vollen Inklusion von einem „Experiment“ zu sprechen: „Wir können hier auf bewährte Erfahrungen, wie sie etwa Südtirol seit 40 Jahren gemacht hat, aufbauen.“ Natürlich müsse man Ängste der Eltern und auch der PädagogInnen ernst nehmen –„ich sehe es aber als Aufgabe, vor allem auch die Chancen, die sich für die Kinder daraus ergeben, in den Mittelpunkt zu stellen“.

Es gelte, von den Erfahrungen der Besten zu lernen und auf bewährte Systeme wie in Südtirol aber auch in Kärnten zurückzugreifen und die SonderpädagogInnen als ExpertInnen auf dem Weg mitzunehmen, so die SPÖ-Abgeordnete.

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