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Gründung des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland

Einsatz für die Interessen von Diskriminierungsopfern

In Berlin wurde der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) gegründet. Erstmals schließen sich bundesweit unabhängige Antidiskriminierungsbüros/-stellen, Selbstorganisationen und wissenschaftliche Einrichtungen vornehmlich aus der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit zusammen. Die Mitgliedsorganisationen des Verbandes verfügen in diesen Bereichen über langjährige Erfahrung auf lokaler, regionaler und Bundesebene. Der advd bündelt fachliches Wissen, Ressourcen und Engagement und trägt damit zur Stärkung einer bundesweiten Antidiskriminierungskultur bei.

Die Erfahrungen aus der täglichen Beratungspraxis der Gründungsmitglieder zeigen, dass u.a. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in seiner bisherigen Form die europäischen Richtlinien gegen Diskriminierung nur unzureichend umsetzt. Zu den Forderungen des advd zählen eine rasche und EU-richtlinienkonforme Änderung des AGGs, die Anwendbarkeit eines Antidiskriminierungsrechts ebenso in öffentlich-rechtlichen Bereichen wie Verwaltung, Schulen, Sicherheit wie auf private und arbeitsrechtliche Vertragsverhältnisse sowie ein echtes Verbandsklagerecht..

Neben der Entwicklung von Mindeststandards in der Antidiskriminierungsarbeit und von gemeinsamen Handlungs- und Interventionsstrategien soll eine erstmalige systematische Dokumentation von Diskriminierung(serfahrung)en und empirischen Studien das tatsächliche Ausmaß und die Wirkungsweisen von Diskriminierung in Deutschland darlegen und öffentlich machen. Des Weiteren wird der Verband die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes kritisch begleiten und Schattenberichte hierzu verfassen.

Der Schutz vor Gewalt und Diskriminierung ist ein allgemeines Menschenrecht. Dieses beschränkt sich nicht nur auf die Vermeidung unmittelbarer Menschenrechtsverletzungen, sondern umfasst auch den Schutz vor indirekten Formen von Benachteiligung und struktureller Diskriminierung.

Der Antidiskriminierungsverband Deutschland tritt entschieden für die Interessen von Diskriminierung Betroffener ein. Er betreibt eine aktive Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Der advd strebt dabei eine konstruktive Zusammenarbeit mit Politik, Behörden, der Wirtschaft, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren an, um individuelle und institutionelle Benachteiligungen aufzudecken und zu überwinden. Einen besonderen Schwerpunkt legt der advd dabei auf die Stärkung (Empowerment) von Betroffenen.

Zu den Gründungsmitgliedern gehören in alphabetischer Reihenfolge:

  • ADB Köln – AntiDiskriminierungsBüro Köln/ Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.
  • ADB Sachsen – Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.
  • Antidiskriminierungsbüro Aachen/ Pädagogisches Zentrum Aachen e.V.
  • Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V.

  • basis & woge e.V. (Hamburg)
  • BDB – Bund gegen ethnische Diskriminierung in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
  • IBIS-interkulturelle Arbeitsstelle e.V./Antidiskriminierungsstelle
  • Initiative Schwarze Menschen in Deutschland ISD-Bund e.V.
  • iMiR – Institut für Migrations- und Rassismusforschung e.V. (Hamburg)
  • Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg – TBB

Kontakt: Andreas Hieronymus; Mobil: 0174 840 70 55

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