Grüne: Adäquate Kommunikationsmöglichkeiten sind lebensnotwendig

Jarmer fordert Schaffung von Telefonvermittlungszentrale für gehörlose, hör- und sprechbehinderte sowie taubblinde Menschen

Helene Jarmer
GRÜNE

Die Einrichtung einer Telefonvermittlungszentrale (Telefon Relay Center) für gehörlose, hör- und sprechbehinderte sowie taubblinde Menschen fordert die Behindertensprecherin der Grünen, Helene Jarmer und bringt dazu heute einen entsprechenden Antrag im Nationalrat ein.

„Die Telefonvermittlungszentralen ermöglichen barrierefreie, direkte Kommunikation mit hörenden Menschen und umgekehrt. Eine solche Einrichtung hätte das im August bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommene Ehepaar vielleicht retten können. So war es ihnen aber nicht möglich, direkt mit der Polizei, der Feuerwehr oder Rettung über die bekannten Notrufnummern in Kontakt zu treten“, erklärt Jarmer. Ziel sei eine Telefonvermittlungszentrale, die österreichweit 24 Stunden erreichbar ist.

In anderen Ländern, etwa den USA und der Schweiz, existieren solche Anlagen bereits. Gebärdensprachdolmetscher und Kommunikationsassistenten nehmen Anrufe von gehörlosen Menschen wahlweise via Video in Gebärdensprache oder als Nachricht in Schrift entgegen und vermitteln das Gespräch direkt mündlich an die gewünschte Stelle weiter. Für taubblinde Menschen gibt es bereits Brailletelefone oder Telebraille-Geräte.

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0 Kommentare

  • Zum Thema Notruf per SMS – unpraktikabel und nicht 100% zuverlässig. SMS ist für Notruf technisch nicht ausgelegt. Gehörlose Menschen in Österreich berichten mir öfters von Problemen mit Notruf per SMS, selbst die Polizei hat Erfahrung mit Problemen über Notruf per SMS und Fax.

    Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Sirenensignal
    „Die Massen-SMS wurde bereits 2003 abgelehnt, da die Mobilfunktechnik für derartige Kapazitäten nicht ausgelegt ist. Tests hatten ergeben, dass es bis zu 24 Stunden dauerte, 50.000 Einwohner einer Stadt per SMS zu warnen.“

  • @leser: was ist mit taubblinden?
    @gamma ray brust:kann mir nicht vorstellen, dass die mit telefon relay center besser zurecht kommen als mit handy.

  • @Leser: Der Notruf ueber SMS funktioniert leider nicht so wirklich, auch der ueber Fax. Und was ist es mit den aelteren Leuten, die kein Handy mehr bedienen konnen. Wieviele 60+-jaehrige haben ein Handy?

  • Blabla diese Politikerin. Gleich eine Geschichte für sich ausschlachten und dann fordern und fordern. Der Brand hat leider einen traurigen Hintergrund.
    http://ooe.orf.at/stories/386901/

    Es gibt Notrufdienste für Gehörlose. Beispiel: SMS Notruf, Pannenhilfe des ÖMTC per Fax oder SMS dabei kann nebenbei sogar noch Rettung, Polizei und Feuerwehr gerufen werden.

  • @Fragesteller: E-Mail ist kein Echtzeitmedium und in Notfaellen sinnlos! Noruf per E-Mail? Na bitte, dann sind die ganzen Notrufzentralen nur beschaeftigt, den ganzen Spam auszusortieren.


  • ähm. und was ist eigentlich mit dem E-Mail? Praktisch jede Firma, Behörde, Shops usw. haben heutzutage eine E-Mailadresse.