Edith Zitz

GRÜNE enttäuscht: SPÖ und ÖVP gegen barrierefreie Kinos

Der gestrige Entschließungsantrag der Grünen Landtagsabgeordneten Edith Zitz für Barrierefreiheit der Grazer Programmkinos wurde von SPÖ und ÖVP niedergestimmt.

Als „enttäuschend“ bewertet Grünen-Landtagsabgeordnete Edith Zitz das gestrige Abstimmungsverhalten von SPÖ und ÖVP bezüglich ihres Entschließungsantrages für barrierefreie Kinos. Bekanntermaßen sind in Graz kurz vor der „Diagonale “ ja nur das UCI- und das Cineplexx-Kino auch für Menschen mit Behinderung frei zugänglich.

Eine Umbau der fünf Programmkinos würde nur rund 200.000 Euro kosten – wobei die Hälfte der Summe vom Bundessozialamt getragen werden würde. „Doch genauso wie schon auch der zuständige Landeshauptmann Flecker (Soziales und Kultur), haben gestern Abend auch SPÖ und ÖVP in trauter Landtags-Zweisamkeit dieser Initiative eine Absage erteilt – ironischer Weise genau beim Tagesordnungspunkt ,Barrierefrei Bauen für alle‘, der von ÖVP-LAbg. Annemarie Wicher eingebracht wurde“ , ist Zitz enttäuscht.

„Während man noch vor wenigen Wochen dem Millionär Rogner 4,6 Millionen Euro nachgeworfen hat, kommen jetzt die beiden Großparteien mit dem unglaubwürdigen Argument, barrierefreie Kino-Adaptionen wären budgetär nicht möglich – das zeigt, wie viel unseren LandesregiererInnen Menschen mit Behinderung und die Menschenrechte wert sind.“

Edith Zitz will jedoch nicht aufgeben: „Wir GRÜNE werden weiterhin auf allen Ebenen darum kämpfen, dass auch Menschen mit Behinderung das Recht erhalten, am kulturellen Leben teilnehmen zu können!

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0 Kommentare

  • Warum wird bei der Bevölkerung Österreichs mehr und mehr Politikverdrossenheit konstatiert? Die Antwort erscheint mir ganz einfach. Weil Politiker/innen nicht die Interessen dieser Bevölkerung vertreten, sondern in erster Linie ihre eigenen.
    Im Fall dieser Abstimmung wird das wieder einmal mehr als deutlich. Barrierefreiheit? Wozu brauchen wir das? Der Anteil an Menschen, denen das zu Gute kommt, ist nicht der Rede wert. Wenn die uns nicht wählen, tut uns das nicht weh.
    Unglücklicherweise ist es mittlerweile gleichgültig, welche Partei an der Macht ist, das Bild ist immer das gleiche. In der Steiermark haben sich offensichtlich viele Menschen erhofft, die SPÖ würde manches in ihrem Sinne ändern. Das stellt sich mittlerweile mehr und mehr als Illusion heraus. Unter dem Deckmantel der „Zusammenarbeit aller Kräfte“, werden Konzessionen gemacht, die den Auftrag und die Verantwortung, die man den Wählern und Wählerinnen gegenüber hat, untergraben.
    Unser Auftrag als Bevölkerung ist es aber immer wieder, uns nicht beirren zu lassen und nicht aufzugeben. Natürlich sind wir verdrossen. Niemals aber sollte diese Verdrossenheit so weit führen, dass wir resignieren. Ganz im Gegenteil. Wir werden nicht aufhören, die Politiker/innen zu suchen und zu finden, die ihre Verantwortung ernst nehmen und die Interessen aller Bevölkerungsgruppen vertreten. Ich hoffe nur, es gibt sie irgendwo…

  • Wen wundert´s? Es sind halt die Macht-Erhaltungsparteien, die GROSS-Partei SPÖ (Heinrich Gross, durch SPÖ gefördert und geschützt) und die vor langer Zeit christliche ÖVP. Von denen ist nix zu erwarten: Mt 12/33. Entweder: der Baum ist gut – dann sind auch seine Früchte gut. Oder: der Baum ist schlecht – dann sind auch seine Früchte schlecht. An den Früchten also erkennt man den Baum.

  • Nicht nur enttäuschend, sondern ein Schlag ins Gesicht all derer, die gegen eine Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen kämpfen. Die Volksvertreter von SPÖ und ÖVP im Steiermärkischen Landtag haben sich disqualifiziert. Und es ist tatsächlich skandalös, das das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (in nun mehr 9 Jahren soll der öffentliche Raum, darunter fallen natürlich auch kulturelle Veranstaltungsplätze) barrierefrei sein, von der Landesgesetzgebung, ad Absurdum geführt wird. Bei solchen Fehlleistungen ist tatsächlich der Föderalismus und die Lauterkeit mancher Volksvertreter zu hinterfragen.

  • Solange wir uns im winzigen Österreich zehn Parlamente mit Milliardenkosten leisten können, die dann zu solchen Fehlleistungen (wie in diesem Fall die Fortsetzung von Diskriminierung) fähig sind, ist jeder Hinweis auf budgetäre Unmöglichkeiten, eine vorgeschobene Ausrede, den mangelnden politischen Willen kaschieren zu wollen.