Grüne: Integrationsklassen an OÖ-Sonderschulen müssen bleiben

Bundesratsantrag gegen Ende des Schulversuchs und Schließungen

Logo Grüne
GRÜNE

In Oberösterreich stehen insgesamt elf Schulklassen vor dem Aus. Dabei geht es um die seit Jahren höchst erfolgreich geführten Integrationsklassen an Sonderschulen. Diese sollen laut Weisung des Bildungsministeriums nicht mehr als Schulversuch genehmigt werden.

„Die Integrationsklassen an den Sonderschulen sind eine große Bereicherung für den gesamten Schulbetrieb. Die Kinder werden entsprechend ihrer Bedürfnisse unterrichtet, und hier wird ein ganz wichtiger Beitrag geleistet, um Barrieren abzubauen“, sagt der Grüne Bundesrat David Stögmüller.

„Für viele besorgte Eltern, Lehrende und DirektorInnen war die Ankündigung, dass geschlossen werden soll, ein Schock. Sie kämpfen seitdem vehement für den Erhalt der Integrationsklassen an den Sonderschulen. Elternvereine haben auch eine entsprechende Petition auf Schiene gebracht und sammeln Unterschriften“, betont der Grüne.

Erst vergangene Woche hat der oberösterreichische Landtag auf Initiative der Grünen eine Resolution an den Bund einstimmig beschlossen: Er soll die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Erhalt der Integrationsklassen herstellen.

Auch im Bundesrat läuft derzeit eine Petition, die schon von knapp 2000 Personen unterschrieben wurde.

Stögmüller: „Wir, Grüne Bundesräte, bringen im Bildungsausschuss einen entsprechenden Entschließungsantrag ein. Herr Minister Fassmann, jetzt sind Sie am Zug – am Donnerstag wird sich im Bundesratsplenum zeigen, ob Sie auf der Seite der SchülerInnen und Schüler stehen, oder Sie diese eiskalt im Stich lassen und Integrationsklassen abdrehen.“

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

2 Kommentare

  • Ich ging als Kind 9 Jahre in die Sonderschule, wurde als (lern) behindert angesehen, mir wurde oft gesagt, „Du kannst das nicht, das geht nicht, du hast eine Behinderung usw..“ und habe aber mit 18 Jahren den Hauptschulabschluss im 2. Bildungsweg nachgeholt, bin also Hauptschulabgänger aus der 2. Leistungsgruppe mit den Noten Sehr gut und Gut.

    Zusammengefasst bedeutet es, das die Gesellschaft versuchte mich auszusondern, habe mich aber dagegen gewehrt und habe wie zuerst erwähnt den Hauptschulabschluss nachgeholt.

    Ich bin der Meinung, dass der Sonderpädagogischer Förderbedarf bzw. die Sonderschule eine Reform braucht, weil in meiner Schulzeit wurde die Überweisung an eine Sonderschule oder die Erteilung eines SPF zu vorschnell, ignorant und zu großzügig erteilt.

    Man müsste zuerst prüfen, ob es trotz Lernschwierigkeiten oder Behinderung andere Möglichkeiten gibt.

    Gerade bei Schulischer Integration muss ein SPF nicht immer notwendig sein.

  • Also ich finde dieses „Integrationsmodell“ äußerst eigenartig. Soviel ich weiß ist Integration in der Schule ein Recht das jedes Kind in Anspruch nehmen kann. Warum braucht es dazu in OÖ dann einen Schulversuc