Grüne: Vorwürfe gegen Schule

Schwere Vorwürfe erhob Gemeinderätin Susanne Jerusalem von den Grünen Dienstag gegen das Bundesinstitut für Gehörlosenbildung in der Maygasse in Hietzing.

Susanne Jerusalem
GRÜNE

Sie berichtete von sexuellen Übergriffen und Gewalt gegen die Kinder. Entgegen der Ankündigung nahmen die betroffenen Eltern nicht an dem Pressegespräch teil.

Über den bekannt gewordenen Missbrauchsfall – der Lehrer ist suspendiert, ein Gerichtsverfahren steht bevor – seien die Eltern der betroffenen Klassen nicht informiert worden, sagte Jerusalem. Es gebe auch Fälle von sexueller Belästigung durch Mitschüler, Lehrern würden Gewaltanwendung und mangelhafte Beaufsichtigung der Kinder vorgeworfen.

Das pädagogische Niveau sei vorsintflutlich. Jerusalem forderte die sofortige Einsetzung einer neuen pädagogischen Schulleitung und einer neuen Leitung für das angeschlossene Heim. Die Schule sei von Grund auf zu reformieren, dafür sollten neue und zusätzliche PädagogInnen und PsychologInnen geholt werden.

Der bei der Pressekonferenz anwesende Landesschulinspektor Dr. Franz Zach relativierte die Vorwürfe. Das Bundesinstitut für Gehörlosenbildung sei die einzige Wiener Schule mit einer angestellten Psychologin, drei zusätzliche Beratungslehrer sind bereits aufgenommen worden. In dem Missbrauchsfall sei es dem Lehrkörper von der Polizei untersagt worden, während der Erhebungen Informationen an die Eltern weitergegeben, danach sei das sehr wohl geschehen.

Alle weiteren Vorwürfe seien sofort untersucht worden, sagte Zach. Er stehe mit den Eltern diesbezüglich seit Jahren in Kontakt, diese hätten sich aber teilweise als nicht sehr kooperativ erwiesen. Die große Mehrheit der Eltern sei mit der Betreuung in der Schule, die auch international einen guten Ruf genieße, sehr zufrieden.

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