Haupt: Ich stelle Fristenlösung nicht in Frage

Zu den Aufregungen rund um seine Äußerungen im Mittagsjournal nahm heute Frauenminister Mag. Herbert Haupt Stellung.

Herbert Haupt
FPÖ

„Ich stelle“, betonte Haupt „die Fristenlösung nicht in Frage, aber in Bezug auf die sogenannte Eugenische Indikation müsste eine offene Diskussion stattfinden können. Neueste medizinische Erkenntnisse sollten hierbei berücksichtigt werden. Jedenfalls sei er in dieser Frage mit Gesundheits-Staatssekretär Waneck übereingekommen, auf wissenschaftlicher Ebene eine Klärung herbeizuführen, ob und wie weit eine Verkürzung der Frist möglich sei, innerhalb derer behinderte Kinder abgetrieben werden dürften.“

Er, Haupt, befinde sich in dieser Frage im Einklang mit vielen Behindertenorganisationen, der Ärzteschaft und weiten Teilen der Grünen.

Haupt stelle sich eindeutig gegen Missinterpretationen seiner Äußerungen über die eugenische Indikation. Er habe die Fristenlösung an sich nie zur Diskussion gestellt und nie behauptet, dass Frauen nur mehr mit der schriftlichen Bestätigung des Mannes eine Abtreibung vornehmen dürften. Gerade die Männer müssten sich aber ihrer Verantwortung in solch einer Situation bewusst sein und Frauen in diesen schwierigen Zeiten nicht alleine lassen.

Je später eine Frau eine Abtreibung eines behinderten Kindes vornehme, desto größer seien die psychischen Belastungen danach. Es sei aber, so Haupt, keinesfalls einzusehen, dass im Falle einer Behinderung des Kindes dieses noch abgetrieben werden könne, obwohl es schon voll lebensfähig wäre. Darüber hinaus finde dadurch eine derartige Abwertung jeglicher Form von Behinderung statt, die dem Gleichheitsgrundsatz eindeutig widerspreche.

An die Adresse der Damen von SPÖ und ÖGB erklärte Haupt abschließend, dass er für jegliche Argumentation offen sei, es müsse aber auch der andere Standpunkt akzeptiert werden, ohne ihn dogmatisch zu verwerfen.

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