Heinisch-Hosek: „Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler ist oberstes Ziel!“

Inklusion erfordert ein Umdenken von einer differenzierenden, aussondernden Pädagogik zu einer Pädagogik der Vielfalt, einer Pädagogik, die in der Heterogenität die Chance breit gestreuter Anregungen zu vielfältigen Lernprozessen sieht.

Gabriele Heinisch-Hosek
SPÖ

„Als Bildungsministerin bekenne ich mich zur Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler. Die schulische Förderung der Selbstbestimmung, insbesondere für SchülerInnen mit Behinderungen, ist mir ein besonderes Anliegen. Eine wesentliche Zielsetzung eines inklusiven Schulsystems ist der Abbau von Barrieren und somit die Erhöhung der Chancengerechtigkeit. Eine Schule für alle soll jedes Kind mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen und optimal innerhalb der Schulgemeinschaft fördern und fordern“, so Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum heutigen Welttag der Menschen mit Behinderungen.

Inklusion erfordert ein Umdenken von einer differenzierenden, aussondernden Pädagogik zu einer Pädagogik der Vielfalt, einer Pädagogik, die in der Heterogenität die Chance breit gestreuter Anregungen zu vielfältigen Lernprozessen sieht. Die österreichische Bildungspolitik strebt daher eine flächendeckende Implementierung inklusiver Regionen bis 2020 an, segregierende Einrichtungen sollen langsam „ausgleiten“ können. Die pädagogische Qualität hat dabei Vorrang.

Die sonderpädagogische Kompetenz muss dabei nicht nur erhalten, sondern ausgebaut werden. Letzteres wird auch in der neuen PädagogInnenbildung mit dem verpflichtenden Schwerpunkt zur inklusiven Pädagogik und den Spezialisierungen im Masterstudium angestrebt.

Der schrittweise Abbau der Sonderbeschulung ist jedoch nur ein Teilstück einer grundlegenden Reform hin zu einem inklusiven Bildungssystem. Ziel ist es, zu einem allgemeinen Bekenntnis zum Grundprinzip der Diversität und der Abschaffung von sozialen, kulturellen und sozio-ökonomischen Barrieren durch eine Reform der Regelschulen zu kommen.

„Inklusion ist nicht nur eine Bildungsfrage, sondern ein gesamtgesellschaftliches Anliegen und verlangt Handeln auf allen Ebenen. Daher ist es mir ein großes Anliegen, den begonnenen konstruktiven Dialog zur Weiterentwicklung der inklusiven Bildung mit allen AkteurInnen fortzusetzen“, so Heinisch-Hosek abschließend.

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  • Es ist schon sehr peinlich, solche Ankündigungen zu verbreiten, wenn (nur Beispiele):
    1. Noch immer die Inklusion über die Pflichtschule hinaus nicht fixiert ist.
    2. Noch immer jede(r) Direktor/in die Aufnahme eines behinderten Kindes ablehnen oder erschweren kann.
    3. Keine ausreichenden inklusiven Ressourcen von den Landesschulräten im Auftrag der Ministerin zur Verfügung gestellt werden.
    4. Die menschenrechtsverletzende Bildungspolitik gegenüber hörbehinderten SchülerInnen fortgesetzt wird (Verweigerung sowohl der Österreichischen Gebärdensprache als Unterrichtssprache als auch der Einbeziehung in Sprachstandstests und damit Herausnehmen aus der Sprachförderung, die allen anderen Kindern inklusive Migranten angeboten wird).