Helene Jarmer erreichte nur den 9. Platz bei den GRÜNEN

In Linz wurde heute die Bundesliste der GRÜNEN für die Nationalratswahl 2013 gewählt. Die GRÜNE-Behindertensprecherin, Mag. Helene Jarmer, konnte keinen sicheren Platz ergattern.

Helene Jarmer beim Bundeskongress 20121201
GRÜNE

Von 1. bis 2. Dezember findet der 33. Bundeskongress der Grünen in Linz statt. Am ersten Tag wurden jene Personen gewählt, die bei der Nationalratswahl 2013 über die Bundesliste ins Parlament einziehen werden.

„Ich bewerbe mich wieder an wählbarer Stelle auf der Bundesliste“, hielt die Nationalratsabgeordnete Mag. Helene Jarmer im Vorfeld der Veranstaltung fest.

Ihre Präsentation

Wie üblich präsentierten die Kandidatinnen und Kandidaten ihre Vorhaben. Jarmer sprach zum Thema „Bildung für alle“, „Arbeit für alle“ und „Selbstbestimmung“.

„Für behinderte Menschen schaut es nicht rosig aus“, resümierte sie und ergänzte: „Selbstbestimmung ist ein großes Thema. Für uns bedeutet es, Rechte zu schaffen, so dass Menschen selbstbestimmt leben können. Jeder Mensch hat das Recht, selbstbestimmt leben zu können.“

In ihrem 5-minütigen Statement versuchte sie auch pointiert zu argumentieren „Rührige Krüppel gehören versorgt? Nein.“ Sie wünschte sich für die Zukunft „Grünes Licht für alle“ statt „Licht ins Dunkel“ und bat abschließend: „Bitte verleiht mir eure Stimmen, damit ich weiter aktiv sein kann.“

Bundeskongress wählte

Helene Jarmer kandidierte erst ab Platz 7 und unterlag dabei Bruno Rossmann (Bereichssprecher Finanzen). Auch bei der Stichwahl um Platz 8 erhielt sie knapp weniger Stimmen als der Überraschungssieger Julian Schmid (Bezirksrat in Wien).

Im Kampf um Platz 9 konnte sie sich schlussendlich durchsetzen. „Das ist ein Kampfmandat, also vielleicht noch realistisch“, geben die GRÜNEN auf Twitter bekannt. Auf Facebook geben sie sich optimistischer und es heißt: „Wir sind zuversichtlich, dass wir bei der Wahl zulegen und Helene wieder in den Nationalrat einzieht!“

Für Jarmer wird es auf jeden Fall eine Zitterpartie – so wie bei der Nationalratswahl 2008. (Siehe auch Mandatsspiegel 2008 und wie es dazu kam)

Auch damals schaffte sie (damals mit Platz 7) den Einzug nicht. Erst als im Jahr 2009 Ulrike Lunacek ins EU-Parlament wechselte, rückte Helene Jarmer nach und erreichte ein Nationalratsmandat.

GRÜNE im Parlament seit 1986 mit SelbstvertreterInnen

Seit die GRÜNEN im Jahr 1986 ins Parlament eingezogen sind, wurde Wert auf die Selbstvertretung behinderter Menschen gelegt. Manfred Srb war von 17. 12. 1986 bis 03. 05. 1994, Theresia Haidlmayr von 07. 11. 1994 bis 27. 10. 2008 und Helene Jarmer ist seit 10. 07. 2009 im Parlament.

Schon während der Veranstaltung äußerten Delegierte Bedenken. Es könnte passieren, dass entgegen der bisherigen Tradition „benachteiligte Gruppen wie behinderte Menschen“ nicht auf sicheren Plätzen gereiht werden. Dies sei problematisch, weil es „Teil der Glaubwürdigkeit“ sei, hieß es. Die Vorausahnung wurde nun wahr.

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0 Kommentare

  • Muss man dazu ausgerechnet zu den Grünen, die ja bekanntermnassen die Demokratie erfunden haben (kicher!)?

    Apropos, Wikipedia ist durchaus auch IHR Freund wenn Sie Definitionsprobleme bzgl. des Wortes Seilschaft haben -> http://de.wikipedia.org/wiki/Seilschaft

  • No. Friend, ja und wo ist Ihr Problem? Sie haben folgende Möglichkeiten, es umzusetzen: gehen Sie als Delegierte in den BUKO der Grünen und stimmen Sie demokratisch über einen anderen Behindertensprecher ab. Oder gehen/rollen Sie zur Wahlurne. Niemand hindert Sie daran. Sie haben freie Hand. Nur zu hoffen wird wohl zu wenig sein. Und das mit Seilschaften fasse ich gerne als Kompliment auf. 🙂 Sind nicht auch die Vernetzung behinderter Menschen und die Selbstbestimmt Leben Bewegung auch Seilschaften? 🙂

  • Lieber Lukas Huber,

    Ihnen als Freund der Helene Jarmer und als grosser Nutznieser deren Seilschaften sei es unbenommen zu versuchen deren Schutzengel zu spielen.
    Es geht hier aber sicher nicht um eine internationale Verschwörung gegen Ihre Freundin Helene Jarmer, sondern es geht schlicht und einfach um die menschlichen Werte und das Verhalten derselben.
    Ich denke aber, das haben Sie schon verstanden und versuchen nur mit etwas untauglichen Mitteln davon abzulenken und den Täter zum Opfer zu machen.

    Ich für meinen Teil kann nur hoffen, daß eine geistig reifere und vor allem qualifiziertere Person nachfolgt. Jemand der uns Behinderte wirklich vertreten kann.

  • Was die teils unsachliche Kritik an Helene Jarmer betrifft, kann man viele Gegenargumente finden, doch das erspare ich mir lieber da sinnlos. Auffällig ist, dass zur gleichen Zeit die gehörlose Piraten-Kandidatin Julia Probst genauso aufs übelste runtergemacht wird. Ein lesenswerter Artikel über „digitalen Hass“ ist erschienen: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kolumne-von-sascha-lobo-ueber-hass-in-der-digitalen-gesellschaft-a-870799.html

  • Liebe Frau Sladek!
    Ich sehe ich genau so – und ich denke das Wortmeldungen hier immer einen Hintergrund haben. Wobei es egal ist ob mit Maske, also anonym (wie auch meine, da ich wenig Lust auf Anfehdungen im privatem Bereich der Gehörlosenszene habe, nur weil ich es wage meine Meinung zu sagen) oder diese Wortmeldungen mit einem augenscheinlich korrektem Namen versehen sind (*rein*theoretisch* kann doch ein Hans Müller durchaus als Thomas Dunkelauer schreiben oder hinter Thamara Grundberger steckt eine Jelene Harmer).
    Wer will es also pruefen ob hinter den Namen tatsaechlich echten Personen mit diesem Namen sind? Wer sich als deklariert, sagt wenigstens schon im Vorfeld die Wahrheit bzgl. Namen, eben das man unerkannt bleiben will!

    Zu den „Anschuldigungen“ das Frau Jarmer etwas „besseres“ ist – oder sagen wir so, das sie selbst sich als soetwas sieht, kann man geteilter Meinung sein. Ich kenne sie auch flüchtig, nicht aber so gut. Ich habe in meinem Umfeld ebenfalls schon mehrmals derartige Geschichten vernommen, die unabhängig ähnliches besagen. Sicher gibt es Einige die einfach nur Neidig sind, sowas ist bei Persoennen des öffentlichen Lebens häufig so und man muss mit derartigem rechnen. Aber wenn man von mehreren Seiten so etwas berichtet bekommt… und nun auch hier im Forum! Also ich wäre vorsichig, denn von nichts kommt nichts!

  • Ich schließe mich Tamara Grundstein an. Das Posting geht weit über Kritik hinaus, ist persönlich beleidigend und feig obendrein.

  • liebes bizeps-team, ich ersuche euch, das anonyme posting vom 02.12.2012 um 12:23 zu löschen! das dort verwendete vokabular ist einem forum einer selbstbestimmt-leben-organisation unwürdig. lg, tamara grundstein

  • Zu den vermehrt erschienen Einträgen von Anonym, der vorgibt, Frau Jarmer persönlich zu kennen, kann ich mir kein Urteil anmaßen. Er/sie allein wird es wissen, ob diese Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen. Eines muss und soll uns aber jedoch sehr bewusst werden nämlich das, dass auch behinderte Personen, die es – aus welchen Gründen auch immer – geschafft haben, höhere gesellschaftliche Ränge erglimmen zu können, eine Vorbildwirkung auch unter Bedachtnahme auf ihre Mitmenschen wahrzunehmen haben. Widrigenfalls macht sich auch die gesamte Behindertenszene lächerlich und unglaubwürdig. Über einen Mangel an Egoisten und Selbstdarstellungsfreudigen können wir ohnehin auch in unseren eigenen Reihen nicht klagen.

  • „Ich gehe davon aus, dass wir in Wien deutliche Zugewinne schaffen und damit jedenfalls Karl Öllinger weiterhin im Nationalrat tätig sein kann. Wir brauchen den Karl und er ist ein wichtiger Teil des Nationalrates. Wir brauchen auch Helene Jarmer. Ich gehe davon aus, dass wir auch dieses Mandat machen und damit auch Helene Jarmer weiterhin die Gruppe der Behinderten selbst im Parlament vertreten wird.“ sagt Grüne Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner im Standard: http://derstandard.at/1353207963317/Wallner-In-anderen-Parteien-werden-die-Listen-in-Hinterzimmern-gemacht

  • Ja es stimmt, dass der Sozialsprecher Öllinger und die Behindertensprecherin Jarmer nur mehr unwahrscheinliche Kampfmandate bekommen haben. Siehe Standard: http://derstandard.at/1353207934613/Das-Ringen-um-neue-Koepfe

  • für mich ist es ein Skandal dass die ganze Sozialpolitik elimeniert wurde. Karl Öllinger hat keinen Platz mehr bei den Grünen im Parlament. Passt irgendwie dazu oder?

  • Immerhin Platz 9 für die schöne Helena – da ist ein Mandat realistisch – Viel Erfolg! Unrealistisch hingegen eine Nominierung an wählbarer Stelle für den Nationalrat für eine Selbstvertretung bei der SPÖ – Warum wohl? Vermutlich da die SP-Parteizentrale noch immer nicht für behinderte Menschen zugänglich ist. Da nützen die schönen Worte von der SP-Behindertensprecherin Königsberger-Ludwig gar nix – die sagt zu allem (vor allem zu Sparmaßnahmen die behinderte Menschen betreffen) Ja und Amen.

  • Ich finde es nicht feig sondern interessant. Interessant auch, das man einereits nicht wagt seinen Namen zu nennen (Repressalien? Konfliktscheue?), anderer Seits aber weil man anonym sein will, gleich an die Gleubwuerdigkeit des Posters gezweifelt wird.
    Zu Jarmer selbst: Ich kenne sie persoenlich (leider!). Wenn sie etwas braucht oder denkt das man ihr nutzen kann, ist sie honigsuess udn lieb. Anders wenn sie sich besser vorkommt, dann wird in die unteren Schubladen gegroffen – beliebt ist es von ihr, das sie sich in Gebaerde abfaellig uebr andere (Hoerende!) auslaesst, denkend das sie nicht verstanden wird.
    Benimmt sich so eine reife Frau, jemand der wirlich geistige Reife hat?

  • Die Feigheit der anonymen VorposterInnen ist selbstentlarvend.

  • Seit Frau Jarmer als Volks- und sog. Selbstvertreterin für die Grünen im Parlament sitzt, hat die Behindertengemeinschaft insbesondere die Gehörlosengemeinschaft massiven Schaden genommen. Es wird Jahre, vielleicht Jahrzehnte, dauern, um dieses von Jarmer gezeichnete, falsche Bild von Gehörlosen wieder zurecht zurücken. Gehörlose leben in Österreich tatsächlich noch wie in der 3. Welt: sie werden nicht etwa wie von Jarmer vorgeführt stets von einem Dolmetscher und der persönlichen Kinderfrau, die auf Jarmers Kind aufpasst, während sie sie am Podium sitzt, begleitet. Gehörlose sind in Österreich von Anfang an mit existentiellen psychischen und physischen Belastungen konfrontiert. Die einzige, die von Jarmers Wiederwahl einen Vorteil hat, ist Jarmer selbst.

  • Also ganz erhlich gesagt, die Jarmer ist doch eine völlig unnötige Person, die primitiv veranlagt ist indem sie sich erblödet sich als ‚etwas besseres‘ zu sehen. Was soll man von einer Person denn sonst halten die ueber ihre eigenen Leute (Gehörlose, Taubstumme) herzieht, sie runter macht und gar beschimpft! Geistig wie eine pubertierende 12-Jährige! Alsi ich empfinde sie als eine untragbare Person und ganz sicher nicht als Volksvertreterin, da sollte man doch andere geistige, ideele und vor allem reifere Massstäbe ansetzen!
    Jarmer wurde doch nur hochgeschaukelt von den Grünen, als „Aushangschild“ wie Behindertenfreundlich sie doch sind. Die Grünen sind aber schon lange nicht mehr das was sie einmal waren, Deit der Van der Bellen weg ist, ist die Partei zum Emanzenclub verkommen, unnötig wie ein Kropf der nur viel Geld kostet.

    Also wir sollten ehrlich sein, wir sollten froh sein wenn Leute wie Jarmer weg von der politischen Szene sind. Wir haben ohnehin schon zu viele Schmarozer die auf UNSERE Kosten im Nationalrat sinnlos dahin plappern was se oft nicht mal verstehen – was ihre Parteivorstände ihnen vorsagen – und selbst das schaffen sie nicht ordentlich. Und fuer solche unfähigen und unntätigen Typen sollen wir ueber 8.000,-Euro im Monat bezahlen? Sollen wir nun traurig sein das sie möglicherweise nicht mehr schmarozen kann?

  • Schade. Jedenfalls gut, dass der Populismus-Nonsens den Nationalrat auf 165 zu verkleinern abgeblasen wurde, sonst wäre Platz 9 wohl komplett ohne Chance. Vielleicht kommt ja auch Rot-Schwarz-Grün, dann besteht eine Chance auf Nachrücken, wenn Vorgereihte in die Regierung kommen. Meine Stimme haben sie jedenfalls trotzdem. Eine ÖVP wird auch durch Huainigg nicht wählbar (und da steht die Listenerstellung ja auch noch aus).

  • Ich schließe mich „anonym“ mit meiner Meinung an. Was der Einsatz für die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung und vor allem für unsere Menschenrechte angeht, bin ich von den Grünen in den letzten Jahren sehr ernüchtert worden.

  • Helene Jarmer war ohnehin immer nur ein Feigenblatt für die Grünen. Das sie es jetzt fallen lassen oder sie es überhaupt erst so weit kommen haben lassen, dass Helene Jarmer erst auf Platz 7 Kandidiert hat, zeigt nur den wahren Stellenwert den Menschen mit Behinderung in der Österreichischen Politik haben. Die Grünen tun gerne so wie die Übermoralischen, wer aber hinter die Kulissen blickt, ist rasch ernüchtert. Denn in Wahrheit geht es, bis auf ganz wenige Ausnahmen, jedem Einzelnen nur um seine persönliche Macht und Geld. Diese ist leider immer stärker als die Moral. Das ist leider in allen Parteien so.

  • die nationalratswahl kommt erst, niemand weiss heute, wie sie ausgeht. mir ist das zu kurz gegriffen, sich hier über die listenwahl der grünen zu alterieren. immerhin finden diese Listenerstellungen bei uns grünen so statt, dass wirklich gewählt wird und nicht von oben bestimmt, wie in fast allen anderen parteien.
    ich schätze helene sehr und unterstütze ihre arbeit. ich werde für sie werben und hoffe, dass jene,die sie schätzen und im Parlament sehen wollen, sie auch wirklich wählen.