Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis erstmals verliehen

Am 6. April 2022 wurde am ORF-Mediencampus erstmals der Medienpreis vergeben. Ins Leben gerufen hat den Preis der Verein "Licht ins Dunkel", nach einer Idee von ORF-Redakteurin Čedomira Schlapper.

Zoran Dobrić, Barbara Sima-Ruml , ORF-Generaldirektor Mag. Roland Weißmann, Kurt Nekula, Eva Radinger, Isabelle Engels, Miriram Foresta.
ORF/Roman Zach-Kiesling

Der Preis ist nach dem 2021 verstorbenen Präsidenten des Österreichischen Behindertenrates, Herbert Pichler, benannt und wird für exzellente Berichterstattung im Bereich der Inklusion für die Kategorien Fernsehen, Radio, Printmedien sowie digitale Medien verliehen.

Bundeskanzler Karl Nehammer hielt in einer Presseaussendung zur Verleihung fest: „Mit dem Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis würdigen wir nicht nur die herausragenden Leistungen des ehemaligen Präsidenten des Österreichischen Behindertenrates, Herbert Pichler, der vergangenes Jahr viel zu früh aus dem Leben geschieden ist. Wir holen auch jene Menschen vor den Vorhang, die durch ihre Arbeit die Themen Behinderung, Inklusion und Gleichberechtigung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.“ Das Bundeskanzleramt hat zwei Preise in den Kategorien Fernsehen und Digitale Medien übergeben.

Auch der Präsident des Vereins „Licht ins Dunkel“, Kurt Nekula, zeigte sich erfreut: „Wir wollen mit diesem Preis im Sinne von Herbert Pichler die Berichterstattung über Inklusionsfragen verstärken und die Sensibilität für die Betroffenen steigern. Das ist mit den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern mehr als gelungen.“

Roland Weißmann bei der Verleihung des Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreises
ORF/Roman Zach-Kiesling

Wer wurde bei der Verleihung ausgezeichnet?

„Wir als ORF sind der Rundfunk der Gesellschaft. Barrierefreiheit ist nicht nur ein Gesetzesauftrag, sondern auch unser Anliegen“, hielt ORF-Generaldirektor Roland Weißmann bei der Verleihung fest.

Die Jury vergab die Preise an:

  • Miriam Foresta (Kategorie Printmedien, Beitrag: „So lebe ich“),
  • Isabelle Engels (Kategorie Radio, Beitrag: Hörbilder „Love, to find beauty everywhere“),
  • Sara Tomšić (Kategorie Digitale Medien, Beitrag: „Erziehen muss mich keiner mehr“),
  • Barbara Sima-Ruml (Kategorie Digitale Medien, Beitrag: Podcast „Bekenntnisse einer Vierrad-Diva“) und
  • Zoran Dobrić (Kategorie Fernsehen, Beitrag: Inklusion in Schulen).

Das Preisgeld in der Höhe von jeweils 3.000 Euro steuerten Bundeskanzleramt und Sozialministerium bei.

Rede der Preisträgerin Barbara Sima-Ruml

Preisträgerin Barbara Sima beim Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis
ORF/Roman Zach-Kiesling

Sehr geehrte Preisträger:innen,
sehr geehrte Damen und Herren vom Verein Licht ins Dunkel und vom ORF.

Im Namen der Preisträger bedanke ich mich herzlich für die Verleihung des Herbert Pichler Inklusions Medienpreises.

Herbert Pichler, der Namensgeber des heutigen Medienpreises, war ein beharrlicher Kämpfer um Inklusion. Inklusion – ein Kunstwort für die Gleichberechtigung von Menschen mit und Menschen ohne Behinderungen.

Wir alle wollen diese Inklusion in Österreich erleben und stoßen dabei nur auf Exklusion – auf fehlende Barrierefreiheit, auf fehlende Akzeptanz und auf fehlende Karrieremöglichkeiten. So kann es nicht weitergehen!

Ich rufe daher alle hier anwesenden auf, MEHR für die echte Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu machen. Die Aktion Licht ins Dunkel soll ab nun für eine Verbesserung hiervon stehen! Nämlich für ein besseres Leben von Menschen mit Behinderungen. Diese müssen endlich in die Mitte der Gesellschaft rücken, unverzichtbar als Arbeitskräfte, als Kollegen, als Freunde, als Teil eines großen Ganzen.

Aber wie soll das gelingen? Ganz einfach: nichts über uns ohne uns! Holen Sie ENDLICH mehr Menschen mit Behinderungen und Medienerfahrung in den ORF! Zeigen Sie stärker Diversität nicht nur in Hautfarbe oder Herkunft, sondern auch hinsichtlich Behinderungen.

DAS ist mein Wunsch und mein Auftrag an Sie! Handeln Sie jetzt!

Preisverleihung

Der ORF hat kurz über den Medienpreis berichtet.

Die Jury

Die Jury bestand aus Gabriele Falböck (Uni Wien, FH St. Pölten), Fritz Hausjell (UniWien), Susanne Kinnebrock (Uni Augsburg), Barbara Krenn (ORF Hauptabteilungsleiterin), Kurt Nekula (Präsident „Licht ins Dunkel“), Germain Weber (Uni Wien, Vizepräsident „Licht ins Dunkel“), und Klaus Widl (Präsident des CBMF, Vize-Präsident des ÖZIV Bundesverbandes und Vize-Präsident des Österreichischen Behindertenrats)​.

ORF-Generaldirektor Mag. Roland Weißmann, Eva Radinger, Pius Strobl, Klaus Widl beim Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis verliehen
ORF/Roman Zach-Kiesling
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