Herkulesaufgabe: Suche nach einer barrierefreien leistbaren Wohnung in Wien

Nein, man will ja gar nicht wegziehen aus diesem netten kleinen Biedermeierhaus mit sechs Parteien, einer Rechtsanwaltskanzlei, dem Friseur und dem Kaffeehaus nähe Schwedenplatz und nähe Prater.

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Und man will auch nicht wieder seine 700 Sachen zusammenpacken aus der schönen 115m2 großen, barrierefreien Wohnung und woanders hin müssen.

Damals, vor zehn Jahren, hatte man noch Geld, um Badezimmer, Fußböden und Türschwellen rollstuhlgerecht zu adaptieren. Damals war man auch noch zu viert. Mutter, Vater, Tochter, Sohn. Da ging alles leichter.

Nach ein paar Jahren zog der erwachsene Sohn aus und vor kurzem auch der Ehemann und Vater. Und in ein paar Monaten ist man dann ganz alleine in dieser großen Wohnung, mit einer Miete von knappen € 900,- monatlich ohne Strom und Gas. Denn die Tochter will studieren, im Ausland.

Nein, man will wirklich nicht ausziehen

Jedoch wie man es dreht und wendet, die finanziellen Mittel reichen bei Weitem für diese „Luxuswohnung“ nicht aus. Schließlich ist man nur Bezieher einer geringen Berufsunfähigkeitspension und eines ebenso geringen Unterhalts. Was bleibt? Man sucht „Wiener Wohnen“ auf und stellt einen Antrag auf eine barrierefreie, kleine Gemeindewohnung.

Seit 30 Jahren wohnt man jetzt in dieser Stadt, ist fünfmal umgezogen und hat das soziale „Service“ der Gemeinde Wien noch nie in Anspruch genommen. Außerdem ist man Rollstuhlfahrerin, schuldlos geschieden und kann beim besten Willen die ehemalige Familienwohnung allein nicht erhalten. Man ist überzeugt, dass der Antrag positiv bearbeitet wird.

Dennoch erhält man den unbegreiflichen Bescheid „Ablehnung“. Finanzielle Notlage ist nämlich kein Kriterium für einen Platz auf der endlosen Warteliste von „Wiener Wohnen“. Wie bitte? Und den anderen Kriterien entspricht man nicht, denn groß genug und barrierefrei ist sie ja schließlich, die Wohnung. Danke.

Und was nun?

Man fragt bei der Wohnungsgenossenschaft nach. Vielleicht kann man die große Wohnung tauschen gegen eine kleine barrierefreie, hofft man. Aber: „Leider haben wir nur ein paar wenige Wohnungen für Ihre Ansprüche und die sind alle vergeben“, heißt es. Danke.

Nein, man will ja ohnehin nicht wegziehen aus dieser schmucken ehemaligen Familienwohnung mit den vielen Erinnerungen, oder?

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3 Kommentare

  • Wir brauchen dringend einen Wohnung Danke

  • ihr problem kenne ich sehr gut,ich habe deswegen versucht irgendwo in den bundesländern mit meinem mann zusammen ein billiges haus mit garten zu finden,so im 400euro bereich,doch wenn man glück hat eines zu finden geben sie es den anderen weil sie es sich nicht vorstehlen können das der garten trotzdem nicht verwildert auch wenn man im rolli sitzt.mein mann liebt gartenarbeit und es gibt rasenmäherroboter? pech, bist du behindert hast du keine chance auf etwas leistbares.ich wünsch ihnen alles glück der welt.

  • http://wp.me/ppWn1-11
    da ist wiener wohnen nicht der richtige ansprecpartner.