Hilfswerk fordert jährliche Erhöhung des Pflegegeldes: „Kein Almosengeld!“

Präsident Othmar Karas: "Wertverlust für die Betroffenen darf nicht von der politischen Großwetterlage abhängig sein!"

Logo Hilfswerk
Hilfswerk

Eine jährliche Erhöhung des Pflegegeldes fordert Hilfswerk-Präsident Othmar Karas. „Die betroffenen Menschen brauchen das Pflegegeld in der vollen Höhe und nicht durch den Wertverlust jedes Jahr weniger!“, sagt Karas.

„Durch die Nicht-Valorisierung der letzten Jahre hat der Bund viel Geld auf Kosten der pflegebedürftigen Menschen gespart. Damit muss Schluss sein. Das Pflegegeld ist kein Almosengeld. Die Menschen haben einen Anspruch auf Unterstützung!“, so Karas weiter.

„Das Pflegegeld muss jährlich gemäß der Inflationsrate erhöht werden“, fordert Karas. „Die Menschen brauchen mehr Geld- UND mehr Sachleistungen, die Frage des ODER stellt sich gar nicht. Angebote müssen ausgebaut werden, aber die Menschen müssen sie sich auch leisten können“, so Karas.

„Außerdem kommt vor allem die Pflege durch Angehörige – mit großem Abstand der größte Pflegedienst des Landes – immer mehr unter Druck, wenn das Pflegegeld real immer weniger wird“, so Karas abschließend.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • jarmer und karas haben recht, lichtenauer hat – wie immer – die besten argumente. ich hätte nun gern gehört, was die behindertensprecherInnen von vp und sp dazu meinen. also, frau abg. königsberger-ludwig und hr. abg. huainigg – was sagen SIE dazu? wir rechnen mit Ihrer solidarität (sollte eine selbstverständlichkeit sein). wir wissen, daß unsere postings von Ihren mitarbeiterInnen gelesen werden. daher gilt: gibt es von Ihnen keine antwort, wissen wir, daß Sie diese selbstverständliche forderung nicht unterstützen – was ein seltsames licht auf Ihr politverständnis werfen würde. aber vielleicht irre ich mich ja …

  • Naja, besser als weitere Nullrunden in Endlosschleife wär’s ja. Aber das Pflegegeld ab jetzt nur jährlich mit Inflationsausgleich zu versehen ohne Wertanpassung an 1993, hieße auch nur, das Almosen einzugefrieren und weiterhin jedes Jahr 30 Prozent den Betroffenen vorenthalten (gegenüber 1993).
    Wohlgemerkt, das Pflegegeld ist ohnehin nur ein Zuschuss in der Höhe von etwa 7 bis 24 Prozent des tatsächlichen Aufwandes. Das hat der Rechnungshof 09/2007 festgestellt und sich dabei, man staune, um bis zum Vierfachen verrechnet. Richtig gerechnet wären’s nämlich weniger als 2 Prozent Almosen bei monatlich 744 Stunden (und mehr) Hilfebedarf im Monat (24h-Bedarf), gerechnet wurde vom RH mit 180 Stunden, also nur mit maximal 6 Std. täglicher Unterstützung.
    Für die Klarstellung, dass „Pflege durch Angehörige – mit großem Abstand der größte Pflegedienst des Landes“ ist, sei Herrn Karas vom Hilfswerk gedankt. Der effizienteste, flexibelste und qualifizierteste (weil individualisiert und in hohem Maß bedarfsgerecht) ist er obendrein, das noch so nebenbei. Weshalb es ja auch so schändlich von den ReGierungen der letzten 20 Jahre war, die wahren Leistungsträger dermaßen auszuhungern und zu vernachlässigen.