Historikerkommission soll Vorschläge zur Etablierung einer Gedenkstätte prüfen

ÖVP-Praniess-Kastner: Kritische Auseinandersetzung mit dem Werk Julius Tandlers wichtiger Teil zur Aufarbeitung der NS-Gräueltaten

Karin Praniess-Kastner
ÖVP

„Ich halte eine kritische Auseinandersetzung mit dem Werk Julius Tandlers für unumgänglich. Es darf keine Tabus geben, etwa was die rassenideologischen Ansichten des ehemaligen sozialdemokratischen Stadtrates betrifft“, betont die Sprecherin für Menschen mit Behinderung der ÖVP Wien, Karin Praniess-Kastner, in Reaktion zur heutigen Gedenkfeier im Parlament, die heuer speziell den Opfern der NS-Euthanasie gewidmet ist. (Siehe Fotos von der Veranstaltung)

Der Vorschlag von NAbg. Franz-Joseph Huainigg zur Etablierung einer Mahn- und Gedenkstätte am Julius Tander-Platz soll daher von der Historikerkommission, die bereits seit geraumer Zeit sämtliche personenbezogene Straßenbezeichnungen in Wien wissenschaftlich untersucht, geprüft werden.

„Wer sich mit der Vergangenheit kritisch auseinandersetzt, muss dies ehrlich tun – unabhängig vom parteipolitischen Standpunkt. Es kann also nicht so sein, wie wir es derzeit hier in Wien erleben, wo sich eine rot-grüne Stadtregierung als moralische Instanz sieht, die einerseits mit dem Finger auf den christlich-sozialen Bürgermeister Lueger zeigt, aber gleichzeitig bei Renner, Tandler und anderen prominenten Sozialdemokraten betreten schweigt und deren dunkle Vergangenheit am liebsten vertuschen möchte“, so Praniess-Kastner abschließend.

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0 Kommentare

  • Der alte Ungeist Julius Tandlers existiert in ungebrochener Kontinuität als Neo-Eugenik weiter und erlebt nun sogar eine starke Renaissance. Dieser Eugenik-Ökonomismus, wie ich es bezeichne, steht – entgegen aller offiziellen Lippenbekennnisse zu Grund- und Menschenrechten – sogar im Rang eines unausgesprochenen und ungeschriebenen aber täglich an seinen fatalen Schadwirkungen sichtbaren und erleidbaren nationalen Grundkonsens.

  • Die Wahrhaftigkeit zur Vergangenheit ist Not-wendig, damit das Wegsehen der Gegenwart bald der Vergangenheit angehört. Danke Frau Praniess-Kastner.