Historischer Überblick über die Behindertenbewegung

Ein Blick zurück auf die Geschichte der Behindertenbewegung: Stefan Benedikt spannte bei einer Veranstaltung zu 50 Jahre Österreichischer Behindertenrat den Bogen von der K&K-Zeit bis in die Gegenwart.

Stefan Benedik gibt einen historischen Überblick über die Behindertenbewegung vor 1950
Österreichischer Behindertenrat / Andrea Strohriegl

Stefan Benedikt vom Haus der Geschichte Österreich gab bei einer Veranstaltung anlässlich 50 Jahre Österreichischer Behindertenrat einen historischen Überblick über die Behindertenbewegung in Österreich. Die Veranstaltung fand am 21. Mai 2026 statt. Benedikt hielt den Vortrag in Vertretung von Vanessa Tautter.

Er begann seinen Überblick bereits in der Zeit der Kaiserlich und Königlich Monarchie (K&K) und sprach unter anderem über Kaiser Ferdinand. Dabei zeigte er, wie sich der Umgang mit behinderten Menschen im Laufe der Geschichte entwickelt hat.

Benedikt sprach außerdem über die Österreichische Krüppelarbeitsgemeinschaft sowie über Siegfried Braun und deren Bedeutung für die Behindertenbewegung und Interessenvertretung in Österreich.

Er erzählte auch von der historischen Einteilung von Menschen in Kategorien wie „arbeitsfähig“ und „arbeitsunfähig“ oder „bildungsfähig“ und „bildungsunfähig“. Diese Sichtweisen beschäftigen Gesellschaft und Politik bis heute und wirken in Diskussionen über Teilhabe, Bildung und Arbeit weiterhin nach.

Der Vortrag machte deutlich, dass viele Fragen rund um Gleichstellung und Inklusion auch eine historische Dimension haben und Entwicklungen der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen.

Siehe: Video-Playlist Österreichischer Behindertenrat

Video: Disability History Project

Monika Sommer, Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich, spricht über das Disability History Project und die Bedeutung der Geschichte von Menschen mit Behinderungen für die österreichische Zeitgeschichte.

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