Hörbücherei vor dem Aus

Mehrere Bundesländer stellen die Förderung für die Hörbücherei des Blinden- und Sehbehindertenverbands Österreich ein - ein Rückschritt für den gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Literatur.

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Bücher, Zeitschriften und Texte zu lesen, gehört für die meisten von uns zum Alltag und ist ein wichtiger Teil von Freizeit und Bildung. Für jene, die keine gedruckten Bücher, Fachzeitschriften und Magazine lesen können, sind Materialien, die man hören kann, ein wichtiger Beitrag zur Inklusion.

Die Hörbücherei des Blinden- und Sehbehindertenverbands Österreich stellt blinden und sehbehinderten Menschen und allen, die aus irgendwelchen Gründen kein herkömmliches Lesematerial lesen können, barrierefreien Lesestoff zur Verfügung. So werden u.a. Fachliteratur, Zeitschriften und Magazine als Hörtexte kostenlos zur Verfügung gestellt.

Förderung eingestellt

Wie auf der Internetseite des BSVÖ und auch in DER STANDARD zu lesen ist, muss die Hörbücherei ab 2026 in einigen Bundesländern ihr Angebot einstellen. Denn die Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg streichen die Förderungen für das Projekt.

Man könne angesichts der technologischen Entwicklungen der digitalen Medien auch im auditiven Bereich und wegen deren leichten und günstigen Verfügbarkeit ab dem Jahr 2026 keine Förderung des Betriebs der Hörbücherei mehr gewähren, heißt es in einer Mitteilung gegenüber dem STANDARD.

Alexander Guano, Leiter der Hörbücherei, ist über die Streichung der Förderungen schockiert: „Es ist erschreckend, dass die einzige Spezialbibliothek Österreichs, die Menschen einen niederschwelligen und barrierefreien Zugang zu Büchern ermöglicht, durch derartige Entscheidungen in ihrer Existenz bedroht wird.“

 

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