49. Woche 2025 – Bushaltestelle in Kuala Lumpur mit taktiler Türfindung
Dieses Foto aus Kuala Lumpur, Malaysia zeigt eine Bushaltestelle. Die schwarzen Metallsteher lassen laut unserem Leser auch blinde Menschen erkennen, …
Katharina Müllebner von BIZEPS und Michaela Mallinger von der WAG weisen im Radiobeitrag Ö1 Punkt Eins auf die Relevanz von bundesweit einheitlicher Persönlicher Assistenz für die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen hin.
„Stellen Sie sich vor, Sie werden von einem Tag auf den anderen behindert, sitzen zum Beispiel im Rollstuhl. Würden Sie gerne ihr Leben so weiterführen wie bisher? Würden Sie gerne in Ihrer Wohnung bleiben? Ihren Job behalten oder zumindest weiterhin am Arbeitsleben teilhaben? Würden Sie gern selbst entscheiden, wie Sie Ihren Alltag gestalten? Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten, wissen Sie, warum Menschen wie ich Persönliche Assistenz brauchen“, sagt Katharina Müllebner von BIZEPS.

Für die Rollstuhlnutzerin und Peer-Beraterin wäre ein selbstbestimmtes Leben ohne Persönliches Assistenz nicht machbar, denn sie ist im Alltag in fast allen Lebensbereichen auf Unterstützung angewiesen. So wie Katharina Müllebner geht es vielen anderen Menschen mit Behinderungen.
„Persönliche Assistenz ist ein Menschenrecht und ermöglicht das maximale Ausmaß an Selbstbestimmung“, fügt Michaela Mallinger hinzu. Mallinger lebt mit einer Sehbehinderung und arbeitet für die WAG – Assistenzgenossenschaft im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.
Doch das Recht auf Persönliche Assistenz ist in Österreich nicht einfach umzusetzen. In Österreich hängt es vom Wohnort ab, ob und in welchem Ausmaß man Unterstützung für Persönliche Assistenz erhält. Während Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz über den Bund geregelt wird, sind für den Privatbereich die Bundesländer zuständig.
Die Folge sind unterschiedliche Rahmenbedingungen. In Wien zum Beispiel sind Menschen anspruchsberechtigt, die eine körperliche Behinderung haben und Pflegegeld ab der Stufe 3 beziehen, in Niederösterreich ist Pflegestufe 5 Voraussetzung.
Eine österreichweite einheitliche Richtlinie für Persönliche Assistenz wäre wichtig, um gleichberechtigten Zugang zu dieser so wichtigen Leistung zu ermöglichen. Im Jahr 2023 starteten einige Bundesländer wie Salzburg, Tirol und Vorarlberg ein Pilotprojekt für Persönliche Assistenz. Andere Bundesländer wie zum Beispiel Wien verweigerten die Teilnahme an dem Pilotprojekt.
Ein Problem ist, dass der Zugang zur Förderung für Persönliche Assistenz auch von der Art der Behinderung abhängt. So sind Menschen mit Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen vom Zugang zur Förderung ausgeschlossen.
Darüber sprechen Katharina Müllebner von BIZEPS und Michaela Mallinger von der WAG mit Moderatorin Marina Wetzlmaier. Die Sendung trägt den Titel „Selbstbestimmt mit Hindernissen“.
Sie wurde am 26. August 2025 als Live-Sendung in Ö1 Punkt Eins ausgestrahlt und ist auf der Internetseite von Ö1 zum Nachhören verfügbar.
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Dieses Foto aus Kuala Lumpur, Malaysia zeigt eine Bushaltestelle. Die schwarzen Metallsteher lassen laut unserem Leser auch blinde Menschen erkennen, …