Hofer: Wertanpassung bei Pflegegeld vornehmen

FPÖ-Welttag behinderter Menschen - behinderte Menschen in Österreich von Armut betroffen

Norbert Hofer
FPÖ

Anlässlich des heutigen Welttags der Menschen mit Behinderungen fordert der freiheitliche Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer einmal mehr eine Inflationsabgeltung beim Pflegegeld.

„Mittlerweile hat das Pflegegeld bereits 17 Prozent seines ursprünglichen Wertes durch die Inflation eingebüßt“, kritisiert Hofer. Aus dem Sozialbericht gehe hervor, dass behinderte Menschen in hohem Maße von Armut bedroht seien.

Hofer weist aber auch darauf hin, dass Steuerfreibeträge für Steuerpflichtige mit außergewöhnlichen Belastungen durch körperliche oder geistige Behinderungen seit 1988 noch nie wertangepasst wurden. Der freiheitliche Behindertensprecher fordert nun eine dringende Erhöhung.

Norbert Hofer erläutert: „Der Lebenshaltungskostenindex hat sich seit 1988 um mehr als 60 Prozent verändert. Eine Anpassung ist daher überfällig. Außerdem wurden neben den Jahresfreibeträgen auch die monatlichen Pauschbeträge für Krankendiätverpflegung sowie für Mehraufwendungen wie Taxifahrten oder das eigene Fahrzeug von Körperbehinderten seit 1988 nicht dem Lebenshaltungsindex angepasst. Es muss also rasch eine Anhebung dieser Werte vorgenommen werden.“

Abschließend betont der freiheitliche Behindertensprecher: „Die lange überfällige Wertanpassung des Pflegegeldes muss jetzt endlich erfolgen. Pflegebedürftige Menschen sind in besonders hohem Maße von Armut betroffen. Die Nichtanpassung des Pflegegeldes trägt ihren Teil dazu bei. Deshalb ist eine Anhebung unumgänglich.“

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0 Kommentare

  • Wertanpassung des Pflegegeldes ist mehr als überfällig. Woher sollten wir pflegenden Angehörigen das Geld nehmen, einen österreichischen Pfleger oder Betreuuer zu bezahlen, wenn dieser für einen Tag 195 Euro verlangt? Laut meiner Rechnung, gehen sich da nicht sehr viele Tage Unterstützung aus, auch wenn man vielleicht die höchsten Pflegestufen bezieht. Erklären Sie einmal einem Behinderten in der Pflegestufe 7, dass er nach 7 Tagen keinen Cent Pflegegeld mehr zum Bezahlen einer Pflegekraft hat, weil die erste Woche des Monates 1400 Euro gekostet hat, (wenn man sich eine österreichische Kraft organisiert)

    Wir Angehörigen sind eigentlich dumm, dass wir uns das gefallen lassen, wir sollten ALLE gemeinsam unsere zu Pflegenden einmal öffentlich vorm Sozialministerium, … abliefern, damit einmal auf dieses Thema aufmerksam gemacht wird, nämlich was WIR für den Sozialstaat leisten. Uns fragt niemand, ob wir um 1-2 Euro in der Stunde Lust haben den Menschen zu pflegen, der voll und ganz auf uns angewiesen ist. Nur die diplomierten osterreichischen Pfleger trauen sich zu uns zu sagen:Bei mir kostet eine Stunde 15 Euro, schließlich muß ich immer nach dem zu Pflegenden hinterherrennen, und kann nicht einmal in Ruhe essen, … außerdem habe ich ein Diplom!
    Es geht nicht anders, als entweder ein Sozialfall zu werden oder die zu Pflegenden einmal ins Heim geben zu müssen, sollte man es selbst einmal nicht mehr schaffen. Das sind die zwei Möglichkeiten, die man hat, sollte man einen Behinderten Menschen mit hohem Pflegeaufwand zu Hause haben.

    Hauptsache die Organisationen kosten für 15 Stunden in der Woche 1400 Euro im Monat. Toll! Hat sich noch kein Politiker die Gedanken gemacht, dass mit der Erhöhung des Pflegegeldes um 500 Euro bei den letzten beiden Pflegestufen viel Geld gespart werden würde, weil dann könnten sich die Schwerbehinderten wirklich eine Rund-um die Uhrbetreuung leisten,wenn sie keine Angehörigen haben. Jetzt müssen sie immer noch ins Heim- OHNE Pardon,ist so!