Hora: Wien setzt auch beim Abbau von Barrieren österreichweit Standards

Mit der Änderung der Wiener Bauordnung, die das Prinzip des barrierefreien Bauens beinhalte, wären bereits vor einiger Zeit ein wesentlicher Schritt unter vielen anderen zum Abbau von Barrieren gesetzt worden.

Karlheinz Hora
Spiola, Petra

„Was Kollegin Praniess-Kastner fordert, geschieht ohnehin laufend in Wien – der Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum, selbstverständlich abseits des Wahlkampfes“, stellte Montag SPÖ-Gemeinderat Karlheinz Hora, Mitglied der Behindertenkommission des Gemeinderates, in einer Replik im Pressedienst der SPÖ Wien zu den Forderungen der ÖVP-Politikerin fest.

„Bei allen Neuplanungen und baulichen Änderungen sowie im Zuge von Baustellentätigkeiten werden behindertengerechte Absenkungen gebaut, die vor allem behinderten Menschen aber auch Eltern mit Kinderwägen Hilfestellungen bieten und barrierefreie Zugänge schaffen“, so Hora weiter.

Mit der Änderung der Wiener Bauordnung, die das Prinzip des barrierefreien Bauens beinhalte, wären bereits vor einiger Zeit ein wesentlicher Schritt unter vielen anderen zum Abbau von Barrieren gesetzt worden. Im Alltag seien bereits sehr viele Barrieren abgebaut worden – in den U-Bahnstationen, bei den öffentlichen Verkehrsmitteln oder in öffentlichen Gebäuden.

Hora: „Vor allem in den Bezirken wird viel Geld für Barrierefreiheit ausgegeben: Das reicht von der Absenkung der Gehsteigkanten, über taktile Leitsysteme und Ampelanlagen, Bezirkspläne für sehbehinderte Menschen bis hin zum Einbau von Aufzügen in öffentlichen Gebäuden. Selbstverständlich ist Barrierefreiheit ein Thema, an dem laufend gearbeitet werden muss“, betonte der Mandatar, der auch auf die Möglichkeit hinwies, sich via Internet auf den Seiten der Stadt Wien sich eingehend über die Maßnahmen zu informieren.

„Hätte dies Kollegin Praniess-Kastner getan, hätte sie sich viel ihrer Zeit für dann seriöse Initiativen abseits des Wahlkampfgetümmels ersparen können“, so Hora.

Nicht zuletzt wies Hora darauf hin, dass „erst vor kurzem mit der Einrichtung der Kompetenzstelle für barrierefreies Bauen ein weiterer Meilenstein zugunsten der Behinderten mit gesetzt wurde.

Hora: „Wien ist jedenfalls auch im beim Abbau von Barrieren Vorbild für andere Bundesländer. Da sich die ÖVP-Kollegin offensichtlich versucht, über dieses Thema bundespolitisches Profil anzueignen, ist es seltsam, dass in ihrer Aufstellung die wichtigste und seit Jahren geforderte diesbezügliche Änderung der Gewerbeordnung fehlt. Gerade das Beispiel der Arztpraxis, aber auch von Geschäften zeigt, dass dort das größte Hindernis im barrierenfreien Bereich liegt. Die Wiener Bauordnung regelt den Zugang zu Objekten, aber die Gewerbeordnung ist für Geschäftsräume zuständig“, schloss Hora.

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