Huainigg: Chancengleichheit durch Bildung als Grundvoraussetzung für soziale Gerechtigkeit

Österreichische Wirtschaftsbetriebe leisten einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung von Menschen in Entwicklungsländern

Franz-Joseph Huainigg (2013)
Müller, Christian

Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit stellt ÖVP-Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg, Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit der ÖVP, fest: „Weltweit können rund 250 Millionen Kinder weder lesen noch schreiben noch rechnen. Und das, obwohl viele von ihnen mehrere Jahre eine Schule besucht haben. Etwa 57 Millionen Kinder haben überhaupt keinen Zugang zu Bildung.“

Huainigg sieht besonders bei benachteiligten Kindern wie Mädchen und Kindern mit Behinderung großen Handlungsbedarf. Der Zugang zu Bildung besteht für viele Mädchen nur auf dem Papier, wie der Fall der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousufzai zeigt. Sie erlitt aufgrund ihres Engagements für die Rechte von Mädchen auf Bildung von einem Kämpfer der Taliban einen Kopfschuss, den sie nur knapp überlebte.

„Schon Mitte der 60er Jahre erklärte der Soziologe Helmut Schelsky, dass Schule eine Institution sei, die Lebenschancen verteilt – und er behält bis heute Recht. Bildung bedeutet, Kindern Perspektiven aufzuzeigen und sie damit zu selbstbewussten Menschen zu machen, die ihre Rechte kennen und einfordern und einen selbstbestimmten Weg gehen“, sagt Huainigg.

Ziel der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist es, immer mehr Menschen, vor allem Mädchen und Frauen und Menschen mit Behinderung, den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Es geht nicht nur darum, die Grundschulausbildung für alle zu öffnen, sondern auch den Zugang zum Hochschulsystem zu erleichtern und die Qualität des Bildungssystems sowie die Berufsausbildung anzuheben. Huainigg fordert daher: „Bildung muss ein wichtiges Thema in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit darstellen, denn diese ist der Schlüssel zu Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit. Ich begrüße es daher, dass Bildung im neuen Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, bei dessen Erstellung alle Stakeholder an einen Tisch geholt werden und die entwicklungspolitische Strategie für die kommenden drei Jahre planen und aufeinander abstimmen, als Schwerpunktthema verankert werden soll.“

Abschließend weist Huainigg darauf hin, dass „verantwortungsvolles österreichisches Unternehmertum durch Berufsausbildungsprogramme mehr Chancengleichheit bewirkt, denn mit einer guten Ausbildung erhalten Jugendliche eine Chance auf produktive Beschäftigung und ein stabiles Einkommen. Funktionierende Wirtschaftspartnerschaften leisten durch Kooperation mit der Zivilgesellschaft vor Ort einen langfristigen Beitrag zur Armutsminderung, Verbesserung der Gesundheitschancen und Bildung und dadurch auch zur sozialen Gerechtigkeit.“

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0 Kommentare

  • Vielleicht ist Herrn Dr. Huainigg nicht ganz bekannt was die EZA-Arbeit als Ziel hat. Primäres Ziel ist Armutsbekämpfung. Das ein Teil der Armutsbekämpfung die Bildung ist steht ohne Zweifel fest. Wenn am 20.02. in der in der Beilage des “Wirtschafts-Blatt” ´s klar steht ………805 Millionen Menschen weltweit chronisch unterernährt und alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an Mangelernährung, sagt dies aus das sich die Eltern nicht einmal Heft oder Bleistift für ihre Kinder leisten können . Und hier, wie im Beitrag, können nicht nur einige Bereiche wie angeführt werden, Bildung als Problemlösung erwähnt werden. Es bedarf ein konzertiertes einschreiten einiger Fachrichtungen um das Gesamtproblem Armutsbekämpfung realisieren zu können. Sehr Hinterfragens würdig ist auch die Aussage, Teil der Überschrift: Österreichische Wirtschaftsbetriebe leisten ………. .Wenn hier die Wirtschaftspartnerschaften gemeint sind, so fragt man sich, was International agierende Konzerne, deren Ziel es ist, steuerschonend und gewinnmaximierend, in der Praxis auch sehr ausbeuterisch agieren, unter der Überschrift, mit dem restlichen Satz …. einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung von Menschen in Entwicklungsländern – zu tun hat. Die letzten drei Worte im Gesamtbeitrag sind ….. zur sozialen Gerechtigkeit.

    Die Frage ist ob Herr Dr. Huainigg diesen Artikel gelesen und gut befunden hat und er sich damit voll identifizieren kann. Er wurde nicht von Ihm erstellt, sondern wie in der zweiten Zeile ersichtlich, von der ÖVP.
    Werde mich bemühen der interessierten Öffentlichkeit welche Armutsbekämpfung speziell in Entwicklungsländern auf ihre Fahnen geheftet hat im Web das neueste zu übermitteln.
    Gerhard Karpiniec
    Laxenburg