Huainigg: „LifeCodexx PraenaTest“ wird Gewissenskonflikte von Eltern behinderter Kinder verschärfen

Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März als Anlass zum Nachdenken über Lebensrecht und Lebensqualität

Franz-Joseph Huainigg
ÖVP

„Falls ein Verdacht vorliegt, kann man in Folge mittels Fruchtwasseruntersuchung die Trisomieform bestimmen. Aber so ein Kind bekommt man ja heutzutage nicht mehr“, zitiert Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg die Aussage eines Arztes gegenüber einer betroffenen schwangeren Frau (deren Geschichte im Buch „Aus dem Bauch heraus“, hg. von Franz-Joseph Huainigg, 2010, nachzulesen ist).

Eltern von Babys mit Verdacht auf Trisomie 21 (oder Down-Syndrom) werden durch die sich rasch entwickelnden Möglichkeiten der Medizin und den Druck der Gesellschaft in moralisch immer schwierigere Situationen gebracht. Der Welt-Down-Syndrom-Tag ist ein guter Anlass, darauf erneut mit Nachdruck hinzuweisen.

„Was heute noch einer Fruchtwasseruntersuchung bedarf, ist morgen schon mit einem einfachen Bluttest möglich – was die verzwickte Lage betroffener Eltern nur verschärft“, betont der ÖVP-Behindertensprecher Dr. Franz-Joseph Huainigg.

In Deutschland wurde der so genannte „LifeCodexx PraenaTest“ entwickelt, der es ermöglicht, Trisomie21 nunmehr mit einem relativ einfachen Bluttest zu diagnostizieren. Der Test wird laut Homepage im 2. Quartal 2012 zunächst in deutschsprachigen Ländern auf den Markt kommen.

Mag. Martina Kronthaler von aktion leben ist beizupflichten, wenn sie für Vielfalt, mehr Information über ein Leben mit Down Syndrom und der Hervorhebung positiver Beispiele plädiert.

„Ein derart positives und lebensbejahendes Beispiel ist die ‚IDance Company‘, die Tänzerinnen und Tänzern mit Down Syndrom die Bühne bereitet und nachhaltig beeindruckende Aufführungen produziert. Die Welt wäre ohne diese großartigen Beiträge behinderter Menschen um einiges ärmer“, gibt Huainigg zu bedenken.

Der Welt-Down-Syndrom-Tag wird heuer zum siebten Mal begangen. Das Datum 21.3. nimmt Bezug darauf, dass das Chromosom 21 bei Menschen mit Down Syndrom 3-fach vorhanden ist (statt 2-fach).

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  • Eine hörenswerte Radiosendung mit Diskussion zum Down Syndrom in Bayern 2 Tagesgespräch vom 21.3. – „Selektion statt Inklusion: Wollen wir keine Kinder mit Down-Syndrom?“ Mit besonders interessantem Beitrag vom Neurobiologen und Hirnforscher Prof. Gerald Hüther etwa in der Mitte der Sendung. Zum Nachhören als Podcast: http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_71S/_-ZS/_-rH5A8G/120321_1200_Tagesgespraech_Down-Syndrom.mp3

  • „… wird Gewissenskonflikte von Eltern behinderter Kinder verschärfen“:

    Ob das den Eltern helfen wird?

    Oder vielmehr eine selbsterfüllende Prophezeihung wird?

  • Die Gleichheit vor dem Gesetz hat nix mit der L e i c h h e i t der „österleichischen Götter in Weiss“ zu tun.

    Da wird die Leichtigkeit des Seins zum Vorwurf etabliert aus lebensfeindlicher Kapriziosität der marodierenden Hartheimer in dritter (celovec: vierter) Generation….

    Ausweg: Schlagzeug umfunktionieren!