Huainigg stolz auf paralympische Athletinnen und Athleten

Erweiterung der Förderung für Behindertensport dringend notwendig

Logo Paralympics 2012 in London
Paralympics

„Während die Olympischen Sommerspiele in London leider keine Erfolgserlebnisse für die heimischen Sportler brachten, können bei den derzeit stattfindenden Paralympischen Spielen bereits 10 Medaillen – 2 Gold, 3 Silber, 5 Bronze – verzeichnet werden“, sagte ÖVP-Behindertensprecher Dr. Franz-Joseph Huainigg, der „jedem einzelnen Medaillengewinner zu diesen herausragenden Leistungen von Herzen gratulierte“.

Die Paralympics würden in den österreichischen Medien leider weiterhin ein Schattendasein führen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, in denen die olympischen Spiele für Behinderte einen fixen Live-Sendeplatz hätten, erfolge die Berichterstattung im ORF und anderen österreichischen Medien zumeist nur in Form von Randnotizen und Zusammenfassungen.

Ein bezeichnendes Beispiel für den Umgang mit den Paralympics erlebte Huainigg am Tag der Eröffnung des Österreich-Hauses in London. Im Hintergrund lief ein ORF-Programm, sehr wohl auch Sport, allerdings ein Fußballspiel nichtbehinderter Mannschaften, das mit den Paralympics überhaupt nichts zu tun hatte.

Man frage sich, wo denn hier die Prioritäten lägen? „Schade um diese verpasste Chance, behinderte Menschen einmal anders zu zeigen – als Leistungsträger und nicht als bemitleidenswerte Hascherl“, bedauert Huainigg die Situation.

Es müsse erkannt werden, dass der Behindertensport aufgrund derselben sportlichen Herausforderung dem nichtbehinderten Sportsektor um nichts nachhängt und deshalb mehr gefördert werden solle. Ungleichheiten beispielsweise in der Höhe der Preisgelder der Medaillengewinnerinnen und -gewinner im Vergleich zu den Olympischen Spielen sollten beseitigt werden. Die behinderten Sportlerinnen und Sportler erbrächten ausgezeichnete Leistungen für Österreich, die auch entsprechend honoriert gehörten.

Der Bericht von ÖVP-Behindertensprecher Huainiggs Reise zu den Paralympics ist heute in der FURCHE nachzulesen.

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0 Kommentare

  • Lieber Blindwurm – prinzipielle Zustimmung zu Ihrem Eintrag – jedoch bei LID muss ich Franz Joseph in Schutz nehmen – er war schon viel früher ein Gegner diese „verstaatlichten“ Spendenaktion – es gibt sehr humoristische Radiobeiträge über ihn darüber – da war er noch gar nicht NAbg…

  • Behindertensprecher/schreiber, die den Terminus „Hippokratischer Eid“ mit „hypo….“ ausschreiben, waren uns schon immer suspekt!

  • Also das sehe ich etwas anders!

    Von Huainigg hören wir so lange schöne Töne, so lange es für seine Partei kein Risiko ist. Sobald es aber WIRKLICH um wichtige Bestimmungen geht hören wir von ihm nur, was seiner Partei genehm ist. (Siehe Kürzungen bei den Pflegestufen und Schulreformen, sowie die groß angelegten Aktionen gegen LID, die ganz zufällig begannen, nachdeem die ÖVP genehmn Herrschaften Lindner/Mück abgelöst wurden).

    Deshalb ist es aus meiner Sicht, auch wenn ich seine Ansichten nicht immer teile, gut und wichtig, dass Herr Ries immer wieder satirsich darauf hinweist. Und falls es sich noch nicht überall herumgesprochen hat: Behindertensprecher können gar keine Kämpfer für Gleistellung sein, sondern lediglich Parteimarionetten, welche für ihre Theatervorstellungen gut bezahlt werden. Alles Andere würde kein Parteichef der heute im Parlament sitzenden Parteien zulassen! Bin ja schon gespannt, welche Marionette Stronach sich falls er in den Nationalrat einzieht aufgabelt.

  • …das ist auch meine Meinung, Frau Anna Meier!
    Es gibt, glaube ich, Wichtigeres im Behinderten-/Sozialbereich und was „unsere“ Gleichstellung angeht, als persönliches Hick-Hack, lieber geschätzter Erwin!

  • Sehr geehrte Herr Riess! Ehrlich gesagt finde ich Ihre ständigen Angriffe auf Herrn Huainigg schon lächerlich. Glauben Sie wirklich, dass man so im Bereich Gleichstellung weiterkommt, wenn die wenigen, die sich engagieren sich gegenseitig angreifen. Wenn Sie etwas beizutragen haben, dann tun sie das bitte aber konstruktiv. Und wenn Sie wissen, wie es besser gehen könnte, dann sagen Sie das oder noch besser, machen Sie es. Alles andere sollten Sie im Interesse der behinderten Bürgerinnen und Bürger in der Matschowelt des Herr Groll zurücklassen.

  • meint er jetzt die paralympischen Paraplegigker oder die prellenden Paralympics-Fladeraten aus Luising und Umgebung?

  • schön, daß der abg. huainigg stolz auf „unsere“ paralympiker ist. das ist eine meldung im feudalstil: fürst igor stolz auf das erste veilchen im frühling. wir können stolz auf „unsere“ behindertenpolitiker sein!

  • Wie meinen? Das wäre für die Behindertensportler doch absolut schlecht! Die Paraolympics sind das einzige Ereigns, bei welchem sie eine größere TV-Präsenz haben.
    wären die Paraolympics zeitgleich mit den „normalen olympischen Spielen“ wären die TV-Kamereas sogut wie weg, die Sportstätten leer, und niemand würde sich dafür interessieren. (Wer interessiert sich denn für rollstuhltennis, wenn gleichzeitig die Leichtathletikbewerbe der „normalen olympischen Spiele“ laufen?
    70 Stunden auf ARD und ZDF wären da garantiert nicht drinnen!

    Und nachdem das anscheinend nicht einmal Sportreporter wissen: Eine Olympiade ist der Zeitraum zwischen 2 olympischen Spielen!

  • Zm Nachdenken:

    Warum finden die Paralympics nicht ZUSAMMEN mit der Olympiade statt?

    Ist das nicht eine Art Ausschließung, wenn behinderte Sportler eine „eigene“ Olympiade haben?