Hundstorfer: Beschäftigungsoffensive für behinderte Menschen fortführen und ausbauen

Sozialminister kündigte am UNO-Tag der Menschen mit Behinderung Anhebung der Mittel für berufliche Integration an

Rudolf Hundstorfer
Sozialministerium

Der internationale Tag der Menschen mit Behinderung, der seit 1992 auf Initiative der UNO jährlich stattfindet, ist für den neu angelobten Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Rudolf Hundstorfer, ein willkommener Anlass, um auf die zahlreichen Maßnahmen, die das Regierungsprogramm für Menschen mit Behinderung vorsieht, hinzuweisen.

„Neben der Fortführung der erfolgreichen Beschäftigungsoffensive für Menschen mit Behinderung ist es mir ein wichtiges Anliegen, dafür Sorge zu tragen diese auszubauen und die Mittel für die berufliche Integration von heuer 161,6 Mio. Euro auf mindestens 165 Mio. Euro im Jahr 2009 zu erhöhen“, so der Sozialminister.

„Ebenso liegen Schwerpunkte meiner Behindertenpolitik für die nächsten Jahre in der Schaffung innovativer Projektstrukturen, um Menschen mit Behinderung sozial abgesichert in das Erwerbsleben einzugliedern. Daher ist neben dem Pilotprojekt zur gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung wie ,Disability – Flexicurity‘ auch ein Präventionsmanagement zu entwickeln, das speziell auf ältere Arbeitnehmer zugeschnitten ist und durch neue Unterstützungsstrukturen Menschen, die mit körperlichen Beschwerden zwischen Invaliditätspension und Erwerbsleben stehen, in Beschäftigung halten soll“, unterstrich Hundstorfer.

Das Sozialministerium werde auch Akzente in Richtung Job – Coaching am Arbeitsplatz und einem innerbetrieblichen Mentoringprogramm forcieren und in beiden Projekten mit der Hilfe für den behinderten Menschen direkt am Arbeitsplatz ansetzen.

„Ebenso ist es mir ein Anliegen den erfolgreichen Weg, der durch das Behindertengleichstellungspaket beschritten wurde, im Geiste meiner Vorgänger weiterzugehen, da damit ein wichtiger Schritt in Richtung gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft gesetzt wurde“, betonte der Minister und wies auf 342 Schlichtungsanträge beim Bundessozialamt alleine im ersten Halbjahr 2008 hin. Im Rahmen der derzeit in Vorbereitung befindlichen Evaluierung des Gleichstellungspaketes werden insbesondere folgende Fragen thematisiert: Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche, Übergangsfristen für Bauen und Verkehr sowie die Stellung des Behindertenanwalts.

Hochgerechnet haben ca. 630.000 Personen eine starke Beeinträchtigung bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten, die mindestens schon 6 Monate andauert. Hinzu komme, dass rund eine Million Menschen chronisch krank sind, ohne eine starke Beeinträchtigung bei der Verrichtung von alltäglichen Arbeiten zu haben. Insgesamt leben also in Österreich rund 1,6 Millionen Menschen mit Behinderungen im weiteren Sinn. Der Prozentsatz der Erwerbstätigkeit von behinderten Menschen liege deutlich unter dem der Gesamtbevölkerung, verdeutlichte der Sozialminister. So sei die Beschäftigungsquote der Menschen, die eine starke Beeinträchtigung bei der Verrichtung alltäglicher Arbeiten haben, um die Hälfte niedriger als die der nichtbehinderten Menschen (34 Prozent zu 67 Prozent).

Dies spiegle sich auch in den Bruttoerwerbseinkommen wieder. Anteilsmäßig erhalten mehr Menschen mit Behinderungen Bruttoerwerbseinkommen unter 1.000 Euro monatlich als nichtbehinderte Personen (23 Prozent zu 18 Prozent). Diese und weitere Daten finden sich im Bericht der Bundesregierung zur Lage der Menschen mit Behinderung in Österreich, welcher bereits vorab auf der Homepage des Sozialministeriums www.bmsk.gv.at zum Download bereitsteht, informierte der neue Sozialminister.

Hier gelte es anzusetzen und im Zeichen der Solidarität mit unseren Mitmenschen, die eine Behinderung haben, alles Erdenkliche zu tun, um für sie die Rahmenbedingungen zu verbessern, betonte Hundstorfer. „Es ist das Ziel dieser Bundesregierung, gerade für die Schwächsten unserer Gesellschaft sicherzustellen, dass Diskriminierungen der Vergangenheit angehören und Chancengleichheit bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und in weiterer Folge bei der täglichen Beschäftigung selbstverständlich werden, so Rudolf Hundstorfer abschließend.

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