Hundstorfer: Jobbörse setzt neue Impulse für Menschen mit Behinderung

Internetplattform "career moves" als Drehscheibe für Betroffene, Firmen und Organisationen

Rudolf Hundstorfer
Sozialministerium

„Mit der Modifizierung des Kündigungsschutzes für Menschen mit Behinderungen, der seit 1.1.2011 bei neuen Beschäftigungsverhältnissen künftig nicht wie bisher nach sechs Monaten, sondern erst nach vier Jahren wirksam wird, wurde einem Anliegen der Wirtschaft entsprochen. Daraus sollte aber nun ein positiver Beschäftigungseffekt für Menschen mit Behinderung entstehen“, so Sozialminister Hundstorfer.

„Gleichzeitig wird es zukünftig aber auch moderner Angebote der Arbeitsvermittlung bedürfen“, so Hundstorfer weiter.

Mit der vom Bundessozialamt geförderten Internet Jobbörse „career moves“ wird ein solcher neuer Weg beschritten. Firmen können Stellen anbieten, die auch für Arbeitskräfte mit Mobilitätseinschränkungen oder vermindertem Seh- bzw. Hörvermögen geeignet sind. Eingebettet ist diese spezielle Plattform in eine der größten europäischen Jobvermittlungsagenturen (www.careesma.at). Dadurch sollen Betriebe erreicht, die grundsätzlich bereit sind, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • @anonym Ihr Eintrag vom 4. Feber 2011 12:50 Uhr
    Bringt das gesamte Thema richtig auf den würzigen Punkt! Bin schon gespannt, ab wann das französische Kartenspiel auch in Österreich salonfähig und „käuflich“ sein wird; Manchmal wäre es vermutlich besser, gleich mit derlei Praktiken eine klare Position zur wahren Haltung zu beziehen anstatt verzweifelt und verkrampft nach politischer Korrektheit zu hecheln.

  • Viel Erfolg für die Aktion „career moves“! Schwanger, krank, alt: ungenügend! Das Qualifikationssystem der UBS in der Kritik. Die UBS steht wegen ihrem Mitarbeiter-Qualifikationssystem in der Kritik. Die UBS verteilt Noten an ihre Mitarbeiter. Dabei müssen 20 bis 35% der Leute als ungenügend oder verbesserungsfähig eingestuft werden. Nun werden Vorwürfe der Diskriminierung gewisser Gruppen laut. Die Bank gibt «Unsicherheiten bei der Umsetzung» zu.

  • @“Mr. Groll“: Endlich eine vernünftige Problemlösung! Sollen die Herren und Damen Sozialpolitiker doch gleich Nägel mit Köpfen machen und den Behinderten sagen, was man sich von Ihnen wünscht, anstatt immer nur so klein weise Leistungen zu kürzen und Schikanen zu bauen. Und der Bau so einer einzigen praktikablen Rampe, müsste doch drinnen sein, zumindest würde sich das bald amortisieren!
    Ist halt ein Problem der Political Correctness. Das könnte man life moves nennen, wenn career moves vielleicht nicht der Hammererfolg werden wird.

  • @everybody : Wie die Kunstfigur von Dr. Erwin Riess Mr. Groll“ sagen würde: Baut´s doch eine Rampe in den Donaukanal und die Krüppel sollen sich selbst entsorgen – Wie viele Punkte im Kartenspiel „Plan Sozial“ bekommen dann die verantwortlichen Sozial- und Gesundheitspolitiker für jeden Krüppel, der sich in der von den zuständigen Politiker in Auftrag gegebenen „Donaukanalrampe“ selbst entsorgt?
    Und nun noch dazu ein passender Spruch von Liedermacher „Sigi“ Maron: Alt, krank, arbeitslos und invalid, es hilf dem Staat dein Suizid…


  • Gesellschaftsspiel zur Wirtschaftskrise Arbeiter ärgere dich nicht –
    Wer Behinderte feuert, bekommt Sonderpunkte

    Die Franzosen reißen sich um das Kartenspiel „Plan social“. Dabei geht es darum, möglichst viele Menschen zu entlassen – und wer Behinderte oder Gewerkschaftsvertreter rauswirft, kassiert Sonderpunkte. Ein Skandal?

    Der Boss trägt einen dicken schwarzen Schnurrbart, genießt seine Zigarre und grinst in die Kameras. Gerade hat er sie alle entlassen, die leitenden Angestellten ebenso wie den ungelernten Arbeiter und die schwangere Mutter. Nun kann er endlich die Produktion in Frankreich dichtmachen und nach China verlagern. Er darf sich als Sieger fühlen.
    Das französische Gesellschaftsspiel „Plan social“ provoziert mit politischer Unkorrektheit – hier dürfen die Spieler ihren inneren Kapitalistenschweinehund ausleben. Nicht allen gefällt das. (© dpa)

    Zu früh empört. Es ist nur ein Kartenspiel, von dessen Packung dieser Boss grinst. „Plan social“ heißt es, und es kommt gut an in Frankreich. „Unglücklicherweise leben wir in der Wirtschaftskrise. Sonst würde das Spiel nie so laufen“, sagt Stéphane Daniel, der Chef der kleinen bretonischen Spielzeugfirma Arplay, die „Sozialplan“ vertreibt. Die Erstauflage von 3000 Exemplaren war im Nu ausverkauft.
    Nun kommen die nächsten 10.000 Packungen auf den Markt. Auch sie dürften bald abgesetzt sein. Denn Fernsehen, Radio und Zeitungen in Frankreich berichten ausführlich über das Spiel. „Dallas auf französisch“, wird es genannt. In Kürze soll es in Belgien, der Schweiz und Kanada herauskommen. Auch aus Spanien gibt es Anfragen. Eine französische Erfolgsgeschichte.


    Wer Behinderte feuert, bekommt Sonderpunkte
    Zu früh empört? „Sozialplan ist ein gnadenloses Kartenspiel, das Ihre Raubtierinstinkte und Ihre ureigene Grausamkeit wecken wird“, heißt es in der Verlagsbeschreibung. „Alle Spieler sind Aktionäre. Jede Karte stellt einen Angestellten dar.“ Ziel ist es, so rasch wie möglich alle