Hundstorfer zum Tag der Menschen mit Behinderung

Mehr Barrierefreiheit, bessere berufliche Integration, höheres Pflegegeld

Rudolf Hundstorfer
Sozialministerium

Sozialminister Rudolf Hundstorfer wies anlässlich des Internationalen „Tages der Menschen mit Behinderung“ am 3. Dezember auf zahlreiche Verbesserungen hin, die in jüngster Zeit gesetzt werden konnten: „Der bevorstehende Jahreswechsel bedeutet für Menschen mit Behinderung durch das Ende der nach dem Bundesbehindertengleichstellungsgesetz vorgesehenen Übergangsfrist für die bauliche Barrierefreiheit einen Meilenstein am Weg zu einer inklusiven Gesellschaft. Auch die berufliche Integration speziell von jungen Menschen mit Behinderung wird 2016 weiter verstärkt. Die Erhöhung des Pflegegeldes um zwei Prozent ab nächstem Jahr trägt dazu bei, ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Wie man sieht, wurde vieles verbessert, aber einiges bleibt noch zu tun“, wie Hundstorfer mit Blick auf die schwierige Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung anmerkte.

„Speziell in puncto Barrierefreiheit hat sich in den letzten Jahren viel getan und die Verbesserungen durch eine barrierefreie Umwelt werden unser aller Leben positiv beeinflussen“, führte Hundstorfer aus und weiter: „Die Barrierefreiheit soll allen Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, die uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen“. Nicht zuletzt deshalb komme der Herstellung eines barrierefreien Umfelds besondere Bedeutung zu.

Aber Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Behinderung ein Thema – sie geht alle an. Auch Menschen die mit einem Kinderwagen oder schwerem Gepäck über eine Stiege müssen, profitieren von Barrierefreiheit. „Wir alle werden von einem barrierefreien Umfeld gleichermaßen profitieren. Im fortgeschrittenen Alter kann Barrierefreiheit erheblich zum Erhalt der Selbständigkeit und dem Verbleib im gewohnten Umfeld beitragen“, ist sich der Sozialminister sicher.

Insbesondere für Menschen mit Behinderung ist eine barrierefreie Umwelt jedoch ein entscheidender Faktor bei der Bewältigung des persönlichen Tagesablaufs. Der Begriff Barrierefreiheit wird bislang nur baulich verstanden. Es wird aber übersehen, dass dieser weit darüber hinausgeht und auch Informationen in leichter Sprache oder über das Internet umfasst sind. Die Beseitigung von Barrieren ist wesentlich für die die Inklusion in der Gesellschaft.

Berufliche Angebote für jugendliche Behinderte werden weiter ausgebaut

Heuer wurden bereits mehr als 170 Millionen Euro in die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung investiert. Der Schwerpunkt lag dabei im Ausbau unserer Angebote für Jugendliche. Diese Initiative wird auch 2016 weitergeführt und mit dem Ausbau des Angebots an Produktionsschulen, sowie mit der in Erarbeitung befindlichen „Ausbildungsverpflichtung bis 18“ werden jene Grundlagen gelegt, die beitragen sollen, leichter einen Job zu finden. „Wir können und dürfen auf die Ressourcen unserer jungen Menschen nicht verzichten und ich werde alles daran setzen, dass diese Zielgruppe den bestmöglichen Start ins Berufsleben hat“, so Hundstorfer.

2016 werden auch die Pflegegeldstufen um jeweils 2 Prozent erhöht. „Ich bin froh, dass es der Bundesregierung trotz der angespannten budgetären Situation gelungen ist, die Pflegegelderhöhung bereits im letzten Jahr außer Streit zu stellen und gemeinsam dieses wichtige Zeichen zu setzen“, schloss Hundstorfer.

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0 Kommentare

  • Bei soviel chronischer Realitätsverweigerung im Amte ist selbst die Hoffnung schon am Verscheiden.

  • @ Martin Ladstätter: Arkadien vielleicht?

  • Lesenswert was Bundesminister Hundstorfer da sagt – die Frage ist nur von welchem Land er spricht.