15. Woche 2026 – will&able zeigt ihre Mitarbeiter:innen
Das Unternehmen will&able aus Neuseeland ist ein Sozialunternehmen, das Menschen mit Lernschwierigkeiten beschäftigt. Auf ihren Produkten, hier Spülmittel, zeigen sie …
Menschen mit Behinderung auf der Flucht haben Recht auf adäquate Versorgung
„Weltweit sind mehrere Millionen Menschen mit Behinderung auf der Flucht. Diese Menschen dürfen nicht vergessen werden. Für sie müssen ausreichend Hilfsmittel und eine bedürfnisgerechte Versorgung bereitgestellt werden“, appelliert Katja Horninger, Pressesprecherin der österreichischen Hilfsorganisation LICHT FÜR DIE WELT bei der gestrigen Diskussionsrunde „Im Rollstuhl nach Europa“.
Im Presseclub Concordia diskutierten Experten, politische Vertreter und Betroffene die Frage, ob Flüchtlinge mit Behinderungen in den aktuellen Versorgungs- und Betreuungsprogrammen in Österreich ausreichend berücksichtigt werden.
„Flüchtlinge mit Behinderungen werden in humanitären Krisen oft übersehen. Insgesamt richtet sich nur ein Prozent der internationalen humanitären Hilfe spezifisch an behinderte und ältere Menschen. Als österreichische Fachorganisation, die sich für Menschen mit Behinderungen in Armutsgebieten einsetzt, möchten wir auf diese Situation aufmerksam machen„, so Katja Horninger.
Momentan gibt es in Österreich keine offiziellen Daten über Flüchtlinge mit Behinderungen. Da solche derzeit nicht registriert werden, scheinen sie in Statistiken nicht auf und bleiben als Konsequenz von Hilfe oftmals abgeschnitten.
Dabei ist die Flucht für Menschen mit Behinderungen um ein Vielfaches beschwerlicher. Auf der Suche nach medizinischer Versorgung können Behinderungen, Kriegsverletzungen oder chronische Erkrankungen oft Motivator sein und zur Flucht-Entscheidung beitragen.
Nach einer Studie von Handicap International und HelpAge aus dem Jahr 2014 haben 30 Prozent der syrischen Flüchtlinge besondere Bedürfnisse aufgrund von Behinderung, Verletzung oder chronischer Krankheit.
Gleichzeitig ist in der EU-Asylaufnahmerichtlinie festgehalten, dass Menschen mit Behinderung auf der Flucht angemessene Wohnräume, eine barrierefreie Versorgung sowie entsprechende medizinische Hilfe gewährleistet werden müssen.
Zudem hat sich auch Österreich mit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um in humanitären Notlagen den Schutz und die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen sicherzustellen.
Als Fachorganisation, die sich für Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern einsetzt, spricht LICHT FÜR DIE WELT daher Handlungsempfehlungen für die Versorgung von Menschen mit Behinderungen auf der Flucht aus:
Besonders prekär ist beispielsweise die Situation von Inlandsflüchtlingen mit Behinderung im Süd-Sudan, die sich, um den Kampfhandlungen zu entkommen, in notdürftigen Flüchtlingscamps sammeln.
LICHT FÜR DIE WELT hat im vergangenen Jahr 15.739 Menschen mit Behinderung Zugang zu Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Krücken in den Camps Mahad und Gumbo in Juba ermöglicht. Zudem werden die medizinische und rehabilitative Versorgung sichergestellt und spezielle Trainings für die Leiter der Camps abgehalten.
Parallel dazu arbeitet LICHT FÜR DIE WELT intensiv daran, dass Menschen mit Behinderung auch ganz selbstverständlich in Projektarbeiten anderer NGOs miteinbezogen werden.
Barrierefreiheit sichtbar gemacht: Jede Woche ein Bild, das Erfolge feiert oder Hürden aufzeigt.
Das Unternehmen will&able aus Neuseeland ist ein Sozialunternehmen, das Menschen mit Lernschwierigkeiten beschäftigt. Auf ihren Produkten, hier Spülmittel, zeigen sie …