„IM ZENTRUM“ zu „Mein Leben – Mein Tod: Der schmale Grat beim Thema Sterbehilfe“

Am 27. September um 22.10 Uhr in ORF 2

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BIZEPS

Es ist eine der heikelsten gesellschaftspolitischen Fragen, die derzeit den Verfassungsgerichtshof in Österreich beschäftigt. Vier Antragssteller, darunter zwei Schwerkranke und ein Arzt, wollen die Strafbarkeit der „Tötung auf Verlangen“ und der „Mitwirkung am Selbstmord“ kippen.

Haben Menschen das Recht, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf Hilfe Dritter zurückzugreifen? In Deutschland wurde das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe im vergangenen Februar von den Verfassungsrichtern gekippt. Hat das Signalwirkung auf Österreich?

Die Ärztekammer, Vertretungen aus Psychotherapie, Psychiatrie, Hospizwesen, der Behindertenrat sowie der Seniorenbund und die katholische Kirche sind strikt dagegen. Sie befürchten bei einer liberalisierten Sterbehilferegelung ein Missbrauchspotenzial.

Dagegen sehen Befürworterinnen und Befürworter im Verbot der Sterbehilfe eine Verletzung diverser Grundrechtsbestimmungen wie das selbstbestimmte Lebensende.

  • Gibt es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben?
  • Gibt es in Österreich ausreichend Möglichkeiten, um ein menschenwürdiges Sterben auf z. B. Palliativstationen zu gewährleisten?
  • Ist die Befürchtung, dass der Druck für Leidende steigt, berechtigt?
  • Welchen Gewissenskonflikten sind Angehörige und die Ärzteschaft ausgesetzt?
  • Wie schmal ist der Grat beim Thema Sterbehilfe?

Darüber diskutieren am Sonntag, dem 27. September 2020, um 22.10 Uhr in ORF 2 bei Claudia Reiterer „IM ZENTRUM“:

  • Wolfram Proksch, Anwalt der Antragsteller
  • Herbert Watzke, Leiter Palliativmedizin AKH
  • Stephanie Merckens, Juristin und Mitglied der Bioethikkommission des Bundeskanzleramts
  • Erika Preisig, Ärztin, Verein lifecircle, Schweiz
  • Herbert Pichler, Präsident des Österreichischen Behindertenrates
  • Marcela Selinger, Tochter einer Sterbehilfepatientin
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4 Kommentare

  • Facebook 28.09.2020
    Nann M. Karner:
    „Lieber Behindertenrat, was zeichnet Euren Präsidenten eigentlich aus, dass er meint, zu diesem Thema etwas sagen zu können/müssen? Danke!“

    Österreichischer Behindertenrat:
    „Sehr geehrte Frau Karner, es ist dem Österreichischen Behindertenrat auch bei diesem Thema sehr wichtig, dass selbstbetroffene Menschen als ExpertInnen in eigener Sache einbezogen werden und zu Wort kommen.“

    Nann M. Karner:
    „Österreichischer Behindertenrat schön. Das sehe ich auch so. Selbstbetroffene Expert*innen mit entsprechender Ausbildung, Erfahrung und aktueller Sachkenntnis gerade zu diesem Thema gibt es innerhalb der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung zur genüge. SLiÖ ist die einzige unabhängige Interessensvertretung für behinderte Menschen im Sinne der SBLB in Österreich. Mögliche Referent*innen zB. V.Schönwiese, B.Feuerstein, BIZEPS, M.Ladstätter und vielleicht nicht zuletzt meine Wenigkeit. Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema intensivst. Mein abgeschlossenes Studium, die jahrelange Arbeit bei einem Medizinethiker, berufliche Erfahrungen im Behindertenbereich, Selbstbetroffenheit, Publikationen, bereits Erfahrung bei Diskussionsveranstaltungen zu diesem Thema, … … Die Parlamentarische Enquete Kommission „Würde am Ende des Lebens“ war ein wichtiger Meilenstein, wo ich für BIZEPS mit Impulsreferat und mehr teilnehmen durfte. Seitdem bin ich am Thema ununterbrochen dran geblieben (vor allem über Twitter @uebersleben und FB). Das kann mann’s natürlich tunlichst ignorieren, weil ich als Einzelperson/Experte (partei/politisch/organisatorisch/…) unabhängig und weisungsfrei bin und (sachlich) Kritik üben kann. Meine Wurzeln liegen in der Selbstbestimmt-Leben bzw Emanzipatorischen Behindertenbewegung, freilich mit interessiertem und weltoffenen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.“

    • Ich bitte darum, keine Inhalte von Facebook hier her zu kopieren, verlinken gerne.

  • Jeder Mensch darf selbst entscheiden ob er sie sterben möchte. Die persönliche Meinung spielt in dieser Diskussion keine Rolle gerade von Vertretern von eingeschränkten Menschen!

  • Wer kann verstehen wie man sich als schmerzgepeinigter schwer kranker fühlt. Es braucht sicher viel Mut.