Immer wieder Ärger mit Tieren zur emotionalen Unterstützung auf Flügen in den USA

Die Diskussion um die Mitnahme von Assistenztieren und Tieren zur emotionalen Unterstützung reißt nicht ab.

3 braune, junge Hunde schauen sie an.
Foto von Free-Photos auf Pixabay

Wie im Blog Live and Let‘s Fly berichtet wird, wurde eine Flugbegleiterin der American Airlines von einem Begleithund während eines Fluges nach North Carolina gebissen.

Die Gewerkschaft der American Airlines Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter hält diesen Vorfall für inakzeptabel. In einer Stellungnahme werden Korrekturmaßnahmen gefordert: „Wir brauchen das (US-amerikanische) Verkehrsministerium, um jetzt Maßnahmen zu ergreifen, damit Ereignisse wie das, das gestern passiert ist, nicht weiterhin in unseren Flugzeugen stattfinden. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz für Passagiere und Besatzung zu gewährleisten und gleichzeitig den Zugang für diejenigen zu gewährleisten, die ihn benötigen.“

Leider kein Einzelfall

Dass es sich bei der Hundeattacke leider nicht um den einzigen problematischen Vorfall im Zusammenhang mit Unterstützungstieren handelt, zeigen schon Berichte aus den Jahren 2016 und 2018.

So wurden zum Beispiel gefälschte Assistenztierzertifikationspakete in Umlauf gebracht, so dass nicht behinderte Passagiere einfach ihre Haustiere unentgeltlich im Flugzeug mitnehmen konnten. Außerdem wurden nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch andere Tierarten wie Schlangen, Truthähne oder Spinnen mit an Bord gebracht.

Wie auf BIZEPS berichtet, stieg bereits 2016 die Anzahl der Meldungen von Attacken und Verunreinigungen durch Tiere auf Flügen um 84 % an. Auf stern.de wird von einem Zwischenfall auf einem Flug von Delta Air Lines nach San Diego berichtet, bei dem ein Mann von einem Begleithund im Gesicht verletzt wurde.

2018 entschloss sich die Fluglinie Delta Airlines zu strengeren Standards für die Mitnahme von Assistenztieren. Auch American Airlines haben die Regelungen bereits überarbeitet. Ab jetzt ist nur noch die Mitnahme von Hunden und Katzen gestattet und eine Gesundheitsbestätigung des Tierarztes muss bereits vor dem Flug vorgelegt werden.

Der erneute Vorfall zeigt aber, dass diese Maßnahmen anscheinend immer noch nicht ausreichend sind. Was soll nun geschehen? Soll die Mitnahme von Begleittieren zur emotionalen Unterstützung generell verboten werden? Was ist dann aber mit den Menschen, die wirklich eines benötigen?

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