In Tirols Behindertenbewegung gärt es

Sie bangt um den Fortbestand der Integrationspädagogik an der Uni Innsbruck.

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Tirols Behindertenvereine protestieren: Sie befürchten, dass der Fachbereich Integrationspädagogik am Institut für Erziehungswissenschaften verschwindet, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Anlass für ihre Sorge ist die derzeit laufende so genannte Evaluation des Instituts. Bei dieser Qualitätsbewertung hätten Schweizer Gutachter dazu geraten, den seit vier Jahren ausgeschriebenen Lehrstuhl nicht mehr zu besetzen und zudem die integrative Pädagogik durch Heil- und Sonderpädagogik zu ersetzen, beklagten die Vereine am Mittwoch in Innsbruck.

Für die Vereine ist das auch ein Richtungsstreit von gesellschaftspolitischem Ausmaß. Heil- und Sonderpädagogik sei schon als Bezeichnung ein Irrweg, betonte Karl Sporschill von „Integration Tirol“. Da gehe es nicht um Heilung. „Behinderung ist ein Sein dieser Menschen, mit dem sie leben müssen.“ Und Sonderpädagogik heiße nicht anderes, als diese Menschen auszugrenzen und auszusondern, ergänzte Thomas Huber von „TAfIE Wattens“.

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