PERSPEKTIVENWECHSEL mit Thomas Haller
Wenn man Thomas Haller sagt, dass etwas nicht möglich ist, ist das für ihn der Ansporn, es erst recht zu …
In diesem Beitrag von PERSPEKTIVENWECHSEL geht es um den sozialen Gedanken im Tabakgeschäft der vor allem Menschen mit Behinderungen im Fokus hat.
Die Geschichte des österreichischen Tabakmonopols geht auf das Jahr 1784 und auf Kaiser Joseph II zurück. Er bestimmte das der Abbau, die Gewinnung, die Bearbeitung und die Herstellung von Tabak dem Staat vorbehalten sind.
Schon damals wurden Kriegsveteranen, Kriegswitwen und schuldlos verarmte Bürger:innen bei der Vergabe von Tabakverkaufsbewilligungen bevorzugt berücksichtigt.
Seit 1979 werden auch Menschen mit Behinderungen bei der Vergabe von Trafiken bevorzugt. Im Jahr 2023 beschloss die Bundesregierung, dass Trafiken nur für Menschen mit Behinderung bestimmt werden.
Auf Ausschreibungen für Trafiken dürfen sich ausschließlich Menschen mit einem Grad von 50 % Behinderung bewerben. Zudem besteht die Möglichkeit die Trafik gemeinsam mit Familienmitgliedern zu führen und sie einmalig an ein Familienmitglied weiterzugeben.
Heute ist die sogenannte Monopolverwaltung GmbH (MVG) mit über 1.000 Trafikant:innen mit Behinderungen eines der größten inklusiven Unternehmensnetzwerke in Österreich. Der Betriebswirt Hannes Hofer ist Geschäftsführer der MVG. Hofers Karriere ist vielfältig, so arbeite er für Pepsi, Magna Europa, das Finanzministerium und die Bundesbeschaffungsgesellschaft. Schon seit über 10 Jahren ist Hofer jetzt für die MVG tätig und bemüht sich den Inklusionsgedanken weiter zu stärken.
Das Ziel ist Menschen mit Behinderungen gezielt zu Unternehmer:innen zu machen und sozialschwachen Menschen zu helfen. Was für das Tabakgeschäft zählt, sind Vorerfahrung, Unternehmer:innengeist, soziale Bedürftigkeit und die Bereitschaft Tabakwaren verantwortungsvoll zu verkaufen.
Auch abseits der Trafiken möchte die Monopolverwaltung GmbH (MVG) Menschen mit Behinderungen für das Unternehmertum begeistern. Die MVG hat die AED Austria (Association of Entrepreneurs with Disabilities) mitbegründet. Die AED bietet Berufsorientierung, grundlegende Informationen, Schulungen und Mentoring für Unternehmer:innen mit Behinderungen und jene die sich selbstständig machen wollen.
Für Hannes Hofer ist es toll zu sehen wie die Tatsache ein eigenes Unternehmen zu haben Menschen motiviert, denn für viele ist die Selbstständigkeit ein Sprung ins kalte Wasser.
Im Interview mit Ivana Veznikova gibt Hannes Hofer einen Einblick in die Welt der Trafikant:innen und erklärt genau, worauf es bei der Vergabe einer Trafik ankommt.
Den Beitrag „Inklusion und Tabak-Monopol mit Hannes Hofer“ finden Sie auf der Internetseite von PERSPEKTIVENWECHSEL.
OKTO strahlt regelmäßig Folgen der preisgekrönten Inklusionssendung „Perspektivenwechsel“ von Antina Zlatkova und Thomas Lindermayer aus, die auch in der OKTOTHEK online nachsehbar sind.

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