Inklusive Bildung muss Normalität werden

Zu Beginn des neuen Schuljahres hat das Land Rheinland-Pfalz die Zahl der Schwerpunktschulen auf insgesamt 193 erhöht.

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Das ist nach Ansicht der Geschäftsführerin des Mainzer Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Gracia Schade, ein guter Ansatz in Richtung inklusiver Bildung. Jedoch bemängelt sie, dass die Schwerpunktschulen sich auf Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe 1 beschränken.

„Wir brauchen in allen Schulzweigen inklusiven Unterricht“, so Gracia Schade. Besonders unter dem Aspekt der im März 2009 in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention müssten weitere Bestrebungen zur Umsetzung der Inklusion folgen.

„Inklusive Bildung muss noch früher einsetzen. Bereits in der Kindertagesstätte sollten Kinder mit und ohne Behinderung aufeinander treffen. Je früher der Lebensweg gemeinsam verläuft, um so eher werden Vorurteile bekämpft, Ängste vermieden und Menschen mit Behinderung eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht“, so Gracia Trapp.

Das ZsL Mainz fordert weiterhin das Wahlrecht über den Schulbesuch für die Eltern behinderter Kinder. Außerdem müssten die Schwerpunktschulen einen angemessenen Unterricht zur Erfüllung der 12 Schuljahre sicherstellen. „Es kann nicht gängige Praxis werden, dass Schüler, die keine Ausbildung nach der 9. Klasse absolvieren, die Klassen 7 bis 9 wiederholen müssen und dadurch keine neuen Lerninhalte vermittelt bekommen“, führt Gracia Schade weiter aus.

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