Integration behinderter SchülerInnen ist machbar, man muss nur wollen!

ÖVP Bildungssprecher Amon gefährdet gesetzliche Weiterführung schulischer Integration, während ÖVP Generalsekretärin Rauch-Kallat einen "Runden Tisch" einberuft.

Integration:Österreich
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Laut ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon sei die ÖVP an keinerlei Gesprächen zur Weiterführung der Integration auf der Sekundarstufe II in das Regelschulwesen interessiert. Über diese, per e-mail mitgeteilte Aussage zeigte sich Maria Brandl, Vorsitzende des bundesweiten Zusammenschlusses der Elterninitiativen – Integration:Österreich, mehr als entsetzt.

Die Einstellung von Bildungssprecher Amon widerspricht nicht nur dem Österreichischen Behindertenkonzept der Bundesregierung, „… die Förderungsmöglichkeiten behinderter Schüler in allgemeinbildenden und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen auszuweiten“. Sie unterläuft auch die Sichtweise von Bundeskanzlers Dr. Schüssel, dass „… im Prozess in Richtung Integration behinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener noch vieles gemacht werden muss – etwa was die Standards baulicher Normen betrifft oder auch die Integration in der Schule, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Verkehrswesen … Ziel der Politik muss es letztlich sein, Rahmenbedingungen zu gestalten, in denen sich das tägliche Leben behinderter Menschen möglichst kaum von dem nichtbehinderter unterscheidet.“

„Dialogfähiger agiere hingegen ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat“, so Brandl, „indem sie einen „Round-Table“ mit den Bildungs- und den BehindertensprecherInnen der Parteien innerhalb der nächsten 14 Tage einberufen wird.“

Anlass für diesen „Round-Table“ gab unter anderem die Information aus dem Bildungsministerium, den Gesetzesentwurf über die Weiterführung der schulischen Integration nach dem 8. Pflichtschuljahr vom Vorjahr, jetzt erneut – im Zuge der AHS-Oberstufenreform, (mit nur kleinen unwesentlichen Abänderungen) – dem Nationalrat zur Abstimmung vorzulegen.

„Es ist kaum zu glauben, obwohl bereits dieser Gesetzesentwurf vom Unterrichtsausschuss abgelehnt wurde, sollen neuerlich Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die „Sackgasse“ Polytechnische Schulen bzw. Sonderschule abgedrängt werden. Damit werden die jahrelangen Integrationsbemühungen ad absurdum geführt“, so Maria Brandl.

Wie der von Bildungssprecher Amon gesetzte Rückschritt in den „Round-Table“-Gesprächen mit Integration:Österreich und anderen ExpertInnen aufgehoben und durch welche sinnvollen gesetzlichen Maßnahmen die Weiterführung schulischer Integration behinderter Jugendlicher erreicht werden kann, sehen die Elterninitiativen mit Spannung entgegen.

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