Iran: Angeblich ist Verurteilte nicht behindert

Das Außenministerium bestätigt die geplante Steinigung der Iranerin Leyla Mafi doch bestreitet, dass die Frau geistig behindert sei.

Flagge Iran
BIZEPS

Berichte wonach im Iran eine geistig behinderte Frau gesteinigt werden soll sind nicht korrekt, erklärt ein Sprecher des Teheraner Außenministeriums gegenüber der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA.

Es stimmt zwar, dass die Frau gesteinigt werden soll und dies am 22. Dezember vom Gerichtshof bestätigt wurde, doch es ist unwahr, dass die Frau geistig behindert sei, weist der Sprecher die vehemente Kritik von Menschenrechtsorganisationen zurück. Selbst in den USA ist die Hinrichtung von geistig behinderten Menschen inzwischen rechtswidrig.

Die österreichische Außenministerin Dr. Ursula Plassnik (ÖVP) zeigte sich erschüttert über die Vorfälle im Iran und erinnerte daran, dass „der Iran 2002 betreffend Steinigungen“ zugesagt habe, diese durch andere Strafen zu ersetzen. Plassnik fordert den Iran auf, die „Einhaltung seiner menschenrechtlichen Verpflichtungen“ ernst zu nehmen.

In ähnlicher Weise äußerten sich die Zweite Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer (SPÖ) und die Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP). Auch die UNO hat den Iran gerügt.

Der Iran steinigt weiterhin Verurteilte. Für die Europäische Union ist die Abschaffung der Steinigungsstrafe eine der Hauptbedingungen für die Wiederaufnahme der vollen politischen Beziehungen mit dem Iran.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

0 Kommentare

  • Hallo „bizeps“! aus der zeitungen weiß ich, daß der fall der Leyla M. kein einzelfall ist. Falls „Bizeps“ ein flüchtlingsheim (in Europa) für die frauen aus den ländern in denen man sie mißhandelt kennt, und falls dieses flüchtlingsheim für freuen eine geldspende braucht, kann sich „Bizeps“ an mich wenden. denn,wenn jeder auch nur 5 euro spenden würde,wäre das eine möglichkeit, wenigstens jenen frauen, die es geschafft hatten ihr land, das sie mißhandelt zu verlassen, zu helfen! Ich hatte auch die protest mails verschickt, aber wie es aussieht,hat es nichts positives gebracht … Trotzdem bin ich noch hoffnungsvoll was das leben der Leyla M. angeht! PS: wünsche allen ein gutes neues jahr2005!

  • Es ist furchtbar, welche Verbrechen von manchen Staaten begangen werden! Es gibt in diesen Ländern kein Unrechtsbewusstsein, schon gar nicht Frauen gegenüber. Schrecklich, wenn dann diese Sitten auch bis zu uns mitgenommen werden und Mädchen von Familienangehörigen umgebracht werden, weil sie so leben wollen, wie sie es für richtig finden. Man kann von solochen Unsitten nur schärfstens warnen.

  • Kann mich dem nur anschliessend. Es ist völlig wurscht, ob das Mädel behindert oder nichtbehindert ist. Ich bin strickt gegen die Todesstrafe. Warum wurde nicht die Mutter der jungen Frau zur Verantwortung gezogen? Denn sie hat ja den Anfang des Horrors eingeleitet.

  • Einmal ehrlich: Es ist ziemlich egal ob geistig behindert oder nicht. Todesstrafe ist grundsätzlich abzulehnen. Und der wahre Skandal ist ja wohl der jahrelange Mißbrauch dieses Mädchens, über den sich scheinbar keine aufregt.