Irgendwann hat auch die Unmenschlichkeit Grenzen

Selbst für das Münchner Sozialamt. Ein Kommentar.

1 Euro Münze
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Gewiss wissen wir von Ländern, in denen die Unmenschlichkeit groß ist. Wir erfahren von restriktiver Gewalt, von Folter, von massiver Verletzung der Menschenrechte.

Jedoch in der Bundesrepublik Deutschland, einem Land in dem die Menschenrechtskonvention beworben wird, rechnet man mit menschlichen Intuition, damit sogar, dass von Amtsschimmel und Gerichtsbarkeit, diese Grenzen in keinem Bereich überschreiten wollen.

Ferdinand Schießl, ein Mann mit Schwerstbehinderung aus München, lebt selbstbestimmt. Durch das Persönliche Budget kann er die Persönliche Assistenz im Arbeitgebermodell finanzieren und mit der Grundsicherung bestreitet er seinen Lebensunterhalt.

Vielleicht hat er einen Fehler gemacht. Vielleicht hätte er zwei Girokonten anlegen müssen. Eines für das Persönliche Budget und eines für die Grundsicherung. Dann hätte Herr Schießl nicht das „Verbrechen“ begangen ein „Vermögen“ anzuhäufen – die Süddeutsche berichtete.

Und was ist ein Vermögen für das Münchner Sozialamt?

Auf jeden Fall alles, was 2600 Euro auf seinem Girokonto übersteigt. Das dient dem Amt für Grundsicherung zur Veranlassung, Herrn Schießl die Grundsicherung zu streichen und das Amt für Persönliches Budget gibt hintennach auch noch seinen Stempel auf diese Entscheidung. Zeitdruck? Faulheit? Oder tiefe Überzeugung?

„Ich kann mir jetzt aussuchen, ob ich die Wohnung kündige oder ob ich nichts esse“, sagt Herr Schießl. Ein bedingungsloser Kämpfer ohne Opferrolle.

Er hat es gelernt, das Kämpfen, in all den Jahren und er tut sich nicht leid. Doch die menschliche Intuition findet er wohl auch nicht hier. Die menschliche Intuition, dass hier unmenschliche Grenzen überschritten werden und der Münchner Amtsschimmel nur zu leichtfertig über die Lebenssituation eines Menschen mit Behinderung entscheidet.

Letztendlich lenkt das Münchner Sozialamt aber doch ein, ist kobinet-nachrichten zu entnehmen.

Ende gut, alles gut? Oder dürfen wir auf weitere Fälle „hoffen“?

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0 Kommentare

  • @Daniel Ich teile Claudias Ansicht. Wir müssen es auch so schaffen, dass wir uns das nötige Gehör sowie das nötige Verständnis zu erkämpfen in der Lage sind!

  • Bitte nicht eine Randgruppe gegen eine andere ausspielen! Das dient weder der zurecht aufgezeigten Angelegenheit, noch der Menschlichkeit.

  • Das ist doch zum Kotzen, da lebt ein Schwerstbehinderter Mann der auf die Ämter angewiesen wäre und hankerum können gewisse aus gewissen Ländern aufs Sozialamt und kriegen einfach so mir nichts dir nichts die Gelder! Obwohl die voll gesund wären!