10. Woche 2026 – 50 Jahre Bundesbehindertenbeirat
Der Bundesbehindertenbeirat ist 50 Jahre alt. Er hat sich von einem Beirat, in dem nicht behinderte Menschen für behinderte Menschen …
Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hielt am 15. und 16. Januar 2026 ihre jährliche Klausurtagung in der Jugendherberge Bremen ab.

Die „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL“ ist eine menschenrechtsorientierte Selbstvertretungsorganisation. Sie ist die Dachorganisation der Zentren für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen.
Vorstände, Beiräte und Mitarbeitende der ISL diskutierten die strategischen Schwerpunkte des anstehenden Jahres und setzten ein klares politisches Zeichen: „Lieber intensiv für ein selbstbestimmtes Leben brennen – für Autonomie, Teilhabe und Vielfalt – als von der Gesellschaft in Rollen und Grenzen gezwungen zu werden.“
Die Klausurtagung befasste sich zudem mit Themen wie der Gendiagnostik und Pränataldiagnostik, der Umsetzung der außerklinischen Intensivpflege (AKI), Fragen der Nachwuchsgewinnung von jungen behinderten Menschen, die als Selbstvertreter*innen politisch aktiv sein wollen, sowie mit Fragen der Arbeitsmarktteilhabe und der Alternativen zu Werkstätten, gerade in jetzigen Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks und die Auswirkungen auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Auf der Heimfahrt von Bremen hörte Co-Geschäftsführer Thomas Koritz Musik von Nirvana. Dies inspirierte ihn zu einer Neuinterpretation eines bekannten Zitats: Neil Young schrieb 1979 die Zeile „It’s better to burn out than to fade away“. Kurt Cobain zitierte diese Worte 1994 in seinem Abschiedsbrief.
In Gedanken bei dem unsäglichen WELT-Gastbeitrag von Kristina Schröder zur Eingliederungshilfe formulierte Thomas Koritz das Zitat kurzerhand um in: „Lieber intensiv für ein selbstbestimmtes Leben brennen – für Autonomie, Teilhabe und Vielfalt – als von der Gesellschaft in Rollen und Grenzen gezwungen zu werden.“
Diese Neuformulierung bringt die Grundhaltung der ISL auf den Punkt: Menschen mit Behinderungen wollen nicht passiv gesellschaftliche Zuschreibungen und Begrenzungen hinnehmen. Stattdessen kämpfen sie aktiv und mit voller Energie für ihre Rechte, für Selbstbestimmung und für eine inklusive Gesellschaft.
Siehe: kobinet-nachrichten
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Der Bundesbehindertenbeirat ist 50 Jahre alt. Er hat sich von einem Beirat, in dem nicht behinderte Menschen für behinderte Menschen …